{"id":122,"date":"2017-05-18T01:46:16","date_gmt":"2017-05-17T23:46:16","guid":{"rendered":"http:\/\/tierimjudentum.de\/?page_id=122"},"modified":"2023-01-12T00:29:26","modified_gmt":"2023-01-11T22:29:26","slug":"reizthema-schaechten-juedisches-tierrecht-zwischen-anspruch-und-wirklichkeit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/tierimjudentum.de\/?page_id=122","title":{"rendered":"REIZTHEMA &#8222;SCH\u00c4CHTEN&#8220; &#8211; GUTACHTEN Deutsch\/ English: J\u00fcdisches Tierrecht zwischen Anspruch und Wirklichkeit"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-153\" src=\"http:\/\/tierimjudentum.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/shechitah-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/tierimjudentum.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/shechitah-300x200.jpg 300w, https:\/\/tierimjudentum.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/shechitah-150x100.jpg 150w, https:\/\/tierimjudentum.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/shechitah.jpg 669w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>DIALREL:<\/p>\n<p>Encouraging Dialogue on Issues of Religious Slaughter<\/p>\n<p>Religion, Legislation and Animal Welfare: <br \/>Conflicting Standards, Religious Rules and <br \/>requirements &#8211; Judaism<\/p>\n<h6>Neue Aspekte einer alten Technik: Ethische <br \/>Dimensionen des j\u00fcdischen Schlachtens (Schechita)<\/h6>\n<p>Tierschutz und Bet\u00e4ubungsmethoden, Vortrag von Dr. Hanna Rheinz<\/p>\n<p>Vorbemerkung:<\/p>\n<p>Die Diskussion \u00fcber die Methoden der j\u00fcdischen Schlachtung <br \/>(Schechita) ist &#8211; anders als dies einige Stellungnahmen aus j\u00fcngster <br \/>Zeit nahelegen, nicht gebunden an Fragen der Beschneidungspraxis <br \/>(Brit Mila) und der Schabbat-Gesetze. Ziel ist gerade nicht, j\u00fcdische <br \/>religi\u00f6se Traditionen \u0391abzuschaffen oder den Fortbestand des <br \/>Judentums in Europa zu gef\u00e4hrden\u2245; die von j\u00fcdischer Seiteerfolgende Auseinandersetzung mit der traditionellen j\u00fcdischen <br \/>Schlachtmethode stellt im Gegenteil den Versuch dar, die <br \/>religionsgesetzlichen Bestimmungen des j\u00fcdischen Tierschutzes (i.e.<br \/>Verbot der Tierqu\u00e4lerei Tza`ar Ba`alei Chaim) zu wahren und mit den <br \/>modernen Tierschutz- und Schlachtbedingungen in Einklang zu <br \/>bringen.<\/p>\n<p>Einleitung<\/p>\n<p>Die j\u00fcdische rituelle Schlachtung (Schechita) gilt als Schlachtmethode, die als Ausdruck des hohen Tierschutzstandards des Judentums gelten soll: der schnelle, mit einer einzigen Bewegung und einemsehr scharfen Messer pr\u00e4zise zu setzende Schnitt durch die Kehle wird\u00a0 von Juden als schmerzloseste Form der Schlachtung bewertet. Der Schnitt selbst wird dabei als Bet\u00e4ubungsmethode verstanden.<br \/>Die nichtj\u00fcdische \u00d6ffentlichkeit hingegen betrachtet die j\u00fcdisch-<br \/>rituelle Schlachtmethode weiterhin als\u00a0 grausam Tieren gegen\u00fcber; dies belegen\u00a0 Umfragen der deutschen Bundestier\u00e4rztekammer. (1)<br \/>Wissenschaftliche Untersuchungen\u00a0 belegen, da\u00df\u00a0 Schlachten ohne Bet\u00e4ubung (im Vergleich zum Schlachten unter Bet\u00e4ubungsmethoden) f\u00fcr das Tier zu einer Erh\u00f6hung von Stre\u00df und Schmerz f\u00fchren und die Zeitdauer des Ausblutens <br \/>verl\u00e4ngert. (2)<br \/>Das Vergie\u00dfen des Blutes erscheint als die \u00e4sthetische Darstellung eines ethischen Problems, das auch in anderen Kulturen nicht gel\u00f6st worden ist. Es entsteht der Eindruck, da\u00df die \u00fcberraschend einseitige Kritik an der j\u00fcdischen Schlachtmethode als Vorwand und Vehikel dient, um negative Gef\u00fchle dem Judentum gegen\u00fcber zum Ausdruck zu bringen. <br \/>Die Kontroversen um die j\u00fcdische Schlachtmethode verweisen auf ein nicht <br \/>nur \u00e4sthetisches Problem: Im Unterschied zur heute verbreiteten <br \/>Haltung, den Tod sowie damit verbundene Themen auszublenden, <br \/>bekennt sich die j\u00fcdische Tradition dazu, die mit dem T\u00f6ten verbundenen schockierenden emotionalen Ereignisse wie sie zum Beispiel durch Schlachten und das\u00a0 Flie\u00dfen des Blutes verursacht werfen, als\u00a0 Prozesse\u00a0 des Sterbens anzuerkennen. <br \/>Dies l\u00e4\u00dft\u00a0 &#8211; aus moralischer Perspektive &#8211; eine &#8222;Ehrlichkeit&#8220; erkennen, die den Abwehrprozessen, wie sie sogar unter wissenschaftlich motivierten Darstellungen\u00a0 des Sterbeprozesses verbreitet sind, entgegen stehen. Das Judentum scheint somit eine Vielzahl der in anderen Kulturen verbreiteten Abwehrstrategien nicht zu teilen, sondern die Wahrnehmung auch der erschreckenden Aspekte des Sterbens zu f\u00f6rdern, d.h. Blut flie\u00dft, wenn Leben genommen wird (3). Dem <br \/>stehen andere Weisen gegen\u00fcber mit Schlachten und T\u00f6ten <br \/>umzugehen, wie jene, die den Anschein erwecken wollen, Sterben <br \/>k\u00f6nne schmerzlos, wie nebenbei -, vonstatten gehen.<\/p>\n<p>Abwehrmechanismen und Verdr\u00e4ngungsstrategien f\u00fchren <br \/>dazu, den Proze\u00df des Sterbens zu bagatellisieren und st\u00fctzen die mit <br \/>einer Wunschvorstellung einhergehenden, auf Illusionen beruhenden Erwartungen des\u00a0 schmerzlosen T\u00f6tens respektive\u00a0 Schlachtens im Rahmen des Sterbeprozesses.\u00a0 <br \/>Es ist nicht nur wegen der vermeintlichen Provokation,\u00a0 die hier <br \/>zum Ausdruck kommt und kollektive Abwehr ausl\u00f6st, die sich auf <br \/>ds gesamte Gebiet des Judentum und seines Tierschutzes bezieht. Dies ergibt \u00fcberraschende \u00dcbergangsph\u00e4nomene: Die Loyalit\u00e4t zu einer alten, ja oft sogar als archaisch bezeichneten\u00a0 Glaubenslehre trifft auf wissenschaftliche Weltbilder, die in der westlichen Tradition der Aufkl\u00e4rung stehen.<br \/>Es ist nicht nur wegen der Verletzlichkeit vieler Juden\u00a0 Europas nach <br \/>der Schoa, eine Verletzlichkeit, die\u00a0 noch zunimmt, obwohl\u00a0 die Generation der \u00dcberlebenden, die Fackel der gelebten Erinnerungen in den Hintergrund r\u00fcckt, w\u00e4hrend\u00a0 die nachfolgenden Generationen sich um eine eigene Identit\u00e4t -ohne pers\u00f6nliche &#8211;\u00a0 Erfahrungen mit der Schoa bem\u00fcht,\u00a0 um diese an ihre Nachkommen weiter zu reichen. Kulissen, in deren Umfeld die aussichtslose Lage j\u00fcdischer Tierrechtler (ausgerechnet!) in Deutschland kaum mehr aufzufallen scheint,\u00a0 zumal ihnen aus der Kultur, die einst so reich an Tierrechtlern und Tiersch\u00fctzern war, kaum Interesse entgegen gebracht wird.<\/p>\n<p>Trotz der &#8211; von nichtj\u00fcdischer wie j\u00fcdischer Seite &#8211; dem j\u00fcdischen Tierschutz gegen\u00fcber gezeigten Gleichg\u00fcltigkeit und Ablehnung, ist es wichtig, darauf aufmerksam zu machen, da\u00df hinter den so erbittert und feindselig gef\u00fchrten Abwehrritualen, den so erbittert gef\u00fchrten Ausschlu\u00dfaktivit\u00e4ten, von j\u00fcdischer ebenso wie von anti-j\u00fcdischer Seite (!) &#8211; Inhalte verborgen sind, die sich dem Blick zun\u00e4chst verschlie\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>Fragen zum J\u00fcdischen Sch\u00e4chten<\/strong><\/p>\n<p>Die Ablehnung von Bet\u00e4ubungsverfahren vor oder nach dem <br \/>Sch\u00e4chtschnitt w\u00e4hrend des rituellen Schlachtens (Schechita) wird <br \/>von der Mehrheit der j\u00fcdischen Religionsvertreter und politischen <br \/>Repr\u00e4sentanten geteilt. (4)<\/p>\n<p>Nachfolgend er\u00f6rtert werden:<\/p>\n<p>1. Die Bedeutung des Tierschutzes im J\u00fcdischen Religionsgesetz <br \/>(Halacha)<br \/>unter Einbeziehung des Schlachtens (Schechita)<\/p>\n<p>2. Welche Einw\u00e4nde bestehen hinsichtlich der Modifizierung des <br \/>j\u00fcdischen Schlacht Procederes? <br \/>3. Sind die religionsgesetzlichen (halachischen) <br \/>Sch\u00e4chtbestimmungen mit reversiblen Bet\u00e4ubungsmethoden vor undnach dem Sch\u00e4chtschnitt vereinbar? <br \/>Folgende gegens\u00e4tzliche Positionen sollen \u00fcberbr\u00fcckt werden: auf der <br \/>einen Seite die Beibehaltung des herk\u00f6mmlichen Sch\u00e4chtprocederes <br \/>ohne jedwede \u00c4nderungen. <br \/>Auf der anderen Seite, der Einsatz reversibler Bet\u00e4ubungsverfahren <br \/>als zeitgem\u00e4\u00dfe tierschutzgerechte Methode des Schlachtens unter <br \/>den Bedingungen moderner agri-industrieller Schlachtfabriken. <br \/>Ziel ist es Argumentationshilfen zu erarbeiten, die sowohl dem <br \/>J\u00fcdischen Religionsgesetz (Halacha), den j\u00fcdischen <br \/>Tierschutzvorschriften (Tza`ar Ba`alei Chaim) als auch der s\u00e4kul\u00e4ren <br \/>Tierschutzgesetzgebung gerecht werden.<\/p>\n<p>Eine Er\u00f6rterung der verschiedenen Positionen zeigt:<\/p>\n<p>a) gewisse reversible Bet\u00e4ubungsverfahren k\u00f6nnen als vereinbar <br \/>sowohl mit den Geboten der Schechita als auch der Kaschrut, den <br \/>religi\u00f6sen Speisegesetzen gelten.<br \/>b) es besteht kein Widerspruch zwischen religi\u00f6ser Observanz und <br \/>dem Einsatz bestimmter reversibler pr\u00e4- oder post-cut <br \/>Bet\u00e4ubungstechniken (vorzugsweise pr\u00e4-cut Bet\u00e4ubung, denn eine <br \/>Bet\u00e4ubung nach dem Sch\u00e4chtschnitt wirft eine Reihe von technischen <br \/>Schwierigkeiten auf, die im Umfeld industrialisierter Schlachtb\u00e4nder kaum zu l\u00f6sen sind: das Zeitfenster w\u00e4hrend dessen der Schnitt <br \/>gesetzt werden mu\u00df, ist \u00e4u\u00dferst klein. <br \/>c) die Religionsfreiheit bleibt somit gewahrt, denn der Einsatz von <br \/>reversibler Elektrokurzzeitbet\u00e4ubung f\u00f6rdert die Umsetzung der J\u00fcdischen Tierschutzvorschriften. <br \/>&#8211; Ethische Dimension des J\u00fcdischen Schlachtens (Schechita) und der Kaschrut- Speisegesetze.<\/p>\n<p>Die Anforderungen an religi\u00f6se Schlachtungen nach j\u00fcdischen <br \/>Vorschriften wurden ausf\u00fchrlich im Gutachten von Ari Z. Zivotofsky <br \/>dargelegt. (5) Allerdings bleiben einige wichtige Aspekte unerw\u00e4hnt, die f\u00fcr die <br \/>Fragestellung von entscheidender Bedeutung sind. <br \/>Hinsichtlich der Schechita, dem Schlachten in einem Schnitt und mit einem sehr scharfen\u00a0 Messer besteht Konsens. Des weiteren wird die Kritik an der Schechita Methode ebenso wie an der Kaschrut, den j\u00fcdischen Speisegesetzen, als unvereinbar mit der j\u00fcdischen Kultur bewertet. Dies schlie\u00dft die Methoden der Zerlegung, Behandlung und Entfernung von Tierbestandteilen (wie <br \/>Sehnen, Fetten und Blut), und die charakteristische Vorbereitung <br \/>und Zubereitung des so gewonnenen Fleisches ein.<\/p>\n<p>Ver\u00e4nderungen, selbst wenn sie tierethisch oder tierschutzbedingt motiviert sind, werden als Bedrohung bewertet. Selbst geringf\u00fcgige Ver\u00e4nderungsmethoden gelten als unvereinbar mit dem \u00fcbergeordneten Prinzip, das\u00a0 durch die Berufung auf den gttlichen Willen begr\u00fcndet wird. Selbst geringf\u00fcgige Ver\u00e4nderungen der j\u00fcdischen Schlachttechniken werden als Folge der hohem Emotionalisierung als undurchf\u00fchrbar, als &#8222;verboten&#8220; gekennzeichnet. Durch die Fokussierung auf die Ebene technischer Verfahrendweisen, treten andere Bedeutungsebenen, etwa spirituelle Aspekte der tierbezogenen Reinheitsversprechen, in den Hintergrund. Die Folge, so scheint es, ist eine weitgehende L\u00e4hmung, verhindern.\u00a0<\/p>\n<p>Zudem f\u00e4llt auf, da\u00df nicht nur au\u00dferhalb Israels, kreative Ans\u00e4tze zur Verbesserung des Tierschutzes, verhindert werden. Die Unvereinbarkeit der heutigen Intensivtierzucht mit der j\u00fcdischen Ethik wie sie im Verbot der Tierqu\u00e4lerei (Tza&#8222;ar Ba`alei Chajim) zum Ausdruck kommt wird zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet, ebenso dem Ph\u00e4nomen, da\u00df die Schechita heute, anders als dies in den <br \/>j\u00fcdischen Vorschriften beabsichtigt war, mit schmerzhaften <br \/>Prozeduren wie dem Fesseln und Hochziehen einhergeht, mit <br \/>Fxierungstechniken, unter Einsatz von Wende- und Drehapparaten <br \/>wie dem Weinberg`schen Apparat, etwa\u00a0 demPennsylvania pen, den <br \/>sog. Umlegetrommeln.<\/p>\n<p>Auch Sch\u00e4chten im Akkord, Tiertransporte \u00fcber weite Strecken und die industrialisierte\u00a0 Tierzucht stehen mit\u00a0 den ethischen Inhalten der Schechita und der Kaschrut in Widerspruch.\u00a0Versuche, die \u00d6ffentlichkeit dar\u00fcber zu informieren, verlaufen\u00a0 im Sand. (6)<\/p>\n<p>Entscheidend f\u00fcr jedwede Auseinandersetzung mit dem Schlachten <br \/>ist die Tatsache, da\u00df das T\u00f6ten von Tieren in der hebr\u00e4ischen Bibel <br \/>eine \u00e4u\u00dferst kontroverse und keineswegs abschlie\u00dfend zu kl\u00e4rende <br \/>Problematik bleibt. <br \/>Die biblischen Quellen liegen oft\u00a0 in zwei oder mehreren\u00a0 einander widersprechenden Versionen vor: Ein Sch\u00f6pfungsbericht beschreibt <br \/>eine vegetarische Welt, ein zweiter eine Welt, die den Fleischverzehr erlaubt. <br \/>Auf das Modell der karnivoren Welt wird in der Feststellung Bezug <br \/>genommen, da\u00df es der Seele des Menschen nach Fleisch gel\u00fcstet. <br \/>Diese Negativbeschreibung eines Impulses, das Fleisch von Tieren zu essen, gefolgt von der\u00a0 daraus abgeleiteten\u00a0 &#8222;Not&#8220; (wendigkeit)\u00a0 zu <br \/>t\u00f6ten, um das Fleisch anderer beseelter Lebewesen (nefesch chaja) essen zu k\u00f6nnen,\u00a0 ist f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der Widerspr\u00fcche der Schlachtgebote von <br \/>besonderer Bedeutung.<br \/>Die j\u00fcdische Schlachtmethode erscheint dabei zun\u00e4chst als <br \/>Kompromi\u00df zwischen zwei gegens\u00e4tzlichen moralischen Positionen. <br \/>W\u00e4hrend man die beiden entscheidenden Textbestandteile analysiert, <br \/>der eine verweist auf die Erlaubnis des Fleischverzehrs, der andere <br \/>auf die Erlaubnis des T\u00f6tens, entdeckt man eine Warnung, die als <br \/>Subtext in Erscheinung tritt. Diese unterschwellige Textebene wird in <br \/>den nachbiblischen Darstellungen des Sch\u00f6pfungsauftrags <br \/>verschwiegen; und selbst jene, die sich auf biblische Quellen berufen, <br \/>um das Anrecht des Menschen, andere Lebewesen zu t\u00f6ten und zu <br \/>verzehren, als legitim darzustellen, \u00fcbersehen, da\u00df es gegenl\u00e4ufige Gebote, Warnungen\u00a0 und Anweisungen gibt. Diese dem vermeintlich &#8222;eindeutigen&#8220; <br \/>Interpretationsmuster widerstehenden Texte stellen unter Beweis, wie\u00a0 leicht es mittels geeigneter Auslegungen gelingt, unerw\u00fcnschte Gebote auszublenden, und <br \/>die Kluft zu \u00fcberbr\u00fccken, die sich auftut zwischen der Moralit\u00e4t vollkommener und friedfertiger Gesch\u00f6pfe und der\u00a0 schlie\u00dflich sich durchsetzender\u00a0 Immoralit\u00e4t jener, die als vortrefflichste M\u00f6rder der Sch\u00f6pfung in Erscheinung treten.<\/p>\n<p>&#8222;Wenn der Ewige dein Gott erweitern wird dein Gebiet, wie er dir <br \/>verhei\u00dfen, und du sprichst: Ich m\u00f6chte Fleisch essen &#8211; weil deine <br \/>Seele Fleisch zu essen begehrt, &#8211; wie es immer deine Seele begehrt, <br \/>magst du Fleisch essen.&#8220; (Deuteronomium 12:20)<br \/>Erg\u00e4nzt wird dies durch den folgenden Vers:<\/p>\n<p>&#8222;Wenn dir zu entlegen ist der Ort, den der Ewige dein Gott erw\u00e4hlen <br \/>wird, daselbst seinen Namen einzusetzen, so magst du schlachten <br \/>von deinem Rindvieh und deinen Schafen, die der Ewige dir gegeben, <br \/>wie ich dir geboten, und verzehre es in deinen Toren, wie es immer <br \/>deine Seele begehrt.&#8220; (Deuteronomium 12:21)<\/p>\n<p>Das Schlachten ist eingeschr\u00e4nkt auf wenige\u00a0 Tierarten und Tierindividuen und zwar jenen, die keine Mi\u00dfbildungen und Verletzungen aufweisen.<\/p>\n<p>TierArten und VerzehrVerbote<br \/>Das J\u00fcdische Gesetz erlaubt S\u00e4ugetiere, wilde und domestizierte <br \/>Tiere, vorausgesetzt sie haben zweigespaltene Hufe und sind Wiederk\u00e4uer. Fische d\u00fcrfen verzehrt werden, sofern sie Flossen und <br \/>Schuppen haben (Leviticus 11:9-19). <br \/>Unter den V\u00f6geln sind Raubv\u00f6gel nicht erlaubt (Leviticus 11:3, <br \/>11:13-19), wobei Fische und Wirbellose nicht gesch\u00e4chtet werden. <br \/>Das Reinheitsgebot schlie\u00dft auch einige wirbellose Tiere mit ein: so <br \/>gelten einige Arten von Heuschrecken als koscher, d\u00fcrfen\u00a0 also <br \/>verzehrt werden. Trotz dieser Erlaubnis zum Verzehr sind <br \/>Heuschrecken (bisher!) nicht Bestandteil der j\u00fcdischen Ern\u00e4hrung geworden. <br \/>Die Torah z\u00e4hlt alle Tierarten auf, die der j\u00fcdischen Gemeinschaft <br \/>zum Verzehr erlaubt sind.<\/p>\n<p>Die Technik des j\u00fcdischen Schlachtens\u00a0 werden im Talmud Traktat Chullin und im Schulchan Aruch, Yoreh De `ah Kapitel 1-28 aufgef\u00fchrt. Das Schlachten soll\u00a0 in einer Bewegung ausgef\u00fchrt werden (ohne Unterbrechung des <br \/>Bewegungsflusses und Wiederholungen des Schnittversuchs) mit <br \/>einem schartenfreien scharfen Messer (chalaf), das regelm\u00e4\u00dfig <br \/>gesch\u00e4rft werden mu\u00df. Im Falle zus\u00e4tzliche Schnitte werden <br \/>notwendig oder, im Fall der Schnitt ist im falschen Areal erfolgt, gilt <br \/>das geschlachtete Tier nicht mehr als koscher, sondern ist treife. <br \/>Die Schlachtung ist nur dann koscher, wenn sie mit dem <br \/>Segensspruch erfolgt: <br \/>&#8222;Gesegnet seiest Du, O Herr unser Gott, K\u00f6nig der Welt, der uns <br \/>geheiligt hat mit Seinen Geboten und uns die Schechita befohlen <br \/>hat.&#8220;<\/p>\n<p>Auch die Lebensf\u00fchrung (s.o.) ist entscheidend: ein Schochet mu\u00df fromm und gottesf\u00fcrchtig leben.\u00a0 Er soll vor dem Akt des Schlachtens <br \/>mit tiefer Konzentration einen Segensspruch sprechen und mit <br \/>gr\u00f6\u00dfter Sorgfalt jedes einzelne Detail des Gesetzes befolgen. Auf <br \/>diese Weise werde er die Seele im Tier erl\u00f6sen und sie auf die Ebene <br \/>des Menschen erheben. (7)<\/p>\n<p>Die Sch\u00e4chtgebote spiegeln das Bem\u00fchen wieder die Zahl der zum <br \/>Verzehr erlaubten Tierarten zu verringern, gleiches gilt f\u00fcr die <br \/>Anzahl der zum Verzehr erlaubten Gewebe, Organe und K\u00f6rperteile. <br \/>Einige Fettgewebe, vor allem aber der Verzehr von Blut sind g\u00e4nzlich <br \/>verboten. <br \/>Gegebenheiten, die dazu f\u00fchren, da\u00df das Tier zum Kadaver wird,<br \/>machen es rituell unrein und schlie\u00dfen es vom Verzehr aus.<\/p>\n<p>Der Koscher-Status ist nicht vereinbar mit einem noch so geringf\u00fcgigen <br \/>Anzeichen des Sterbeprozesses; Tiere, die gejagt, verletzt oder <br \/>besch\u00e4digt worden sind, oder auch nur leblos oder bewu\u00dftlos <br \/>scheinen, werden als Neveila, d.h. Aas mit der Bedeutung von unrein <br \/>betrachtet. Die Bedeutung des Todes als gemeinsamer Nenner der <br \/>Vermeidungsvorschriften innerhalb der Priestertradition kann auch <br \/>entdeckt werden im Blutverbot (Leviticus 17:10-14), in der Entfernung der Karnivoren aus der Ern\u00e4hrung des alten Israel und in der Ablehnung des Schweins, das eine wichtige Rolle innerhalb der kanaanitischen chthonischen Unterwelt-Verehrung spielte.<\/p>\n<p>Durch dieses Verbot soll\u00a0 ein\u00a0 Keil zwischen die M\u00e4chte des Todes, <br \/>die als unrein betrachtet werden, und die M\u00e4chte des Lebens zu <br \/>treiben, die wie Gott heilig sind, und im Fall des Fleisches verzeht werden d\u00fcrfen.\u00a0 <br \/>(8) In diesem Zusammenhang w\u00e4re es interessant auf die Praktiken des &#8222;Verzehrs des Leib Gottes&#8220; hinzuweisen, wie sie in verschiedenen Religionen und Kulturen praktiziert werden.<\/p>\n<p>Die Unterscheidung zwischen koscher und treife (nicht koscher) oder <br \/>Neveila (Aas), beschr\u00e4nkt Ver\u00e4nderungen der\u00a0 Schlachttechnik, denn viele Modernisierungen der Sch\u00f6achtmethoden werden nach j\u00fcdischen Interpretationen als nicht koscher eingestuft.\u00a0<\/p>\n<p>Zur Ebene der Richtlinien tritt eine weitere. Das Schlachtgut, d.h. der <br \/>geschlachtete Tierk\u00f6rper wird als Medium einer Re-inszenierung und eines sozialen Ged\u00e4chtnisses behandelt. Das Schlachten ebenso wie das Essen werden zu Elementen des Gottesdienstes. Bilder ebenso wie (Auto)Suggestionen beeinflu\u00dfen die Methoden des Kascherns etwa der Sehne, die auf das Narrativ der verschobenen Sehne ((gid ha nasheh) zurckgef\u00fchrt werden und zur\u00a0 Technik des Herausschneidens der H\u00fcftsehne, oder im Fall des Ischias-Nervs &#8211; der\u00a0 Jakobs Kampf mit dem Engel (eines Boten) und der nachfolgenden Namensgebung des Volkes Israel in Erinnerung ruft, folglich\u00a0 entfernt werden mu\u00df, da diese K\u00f6rperteile\u00a0 als nicht koscher gelten.<\/p>\n<p>Auf der Grundlage dieser durch das Narrativ erweiterten Perspektive -,erscheint somit jede Fleischbeschau als Akt der Kommunikation zwischen Mensch und Gott, dem Heiligen und dem Unheiligen, das danach strebt heilig &#8222;gemacht&#8220;\u00a0 zu werden. um dem Namen des &#8222;auserw\u00e4hlten Volkes&#8220; gerecht zu werden.<\/p>\n<p>Als Br\u00fccke zwischen Vergangenheit, Mythos und dem\u00a0 archaischen Kampf zwischen Mensch und Gottesboten, spielt das Tier und das Tierhafte eine wichtige Rolle: Die K\u00f6rper von toten Tieren erscheinen somit auch als Orte der Re-inszenierung eines zur Identit\u00e4t gebildeten Mythos`.<\/p>\n<p>Anmerkung: Die Spannader \u00fcber der Pfanne der H\u00fcfte, wird mit der\u00a0 <br \/>H\u00fcftpfanne Jakobs in Verbindung gebracht (Genesis 32:33). Da Jakob H\u00fcfte durch den Schlag des Engel verrenkt war, werden die H\u00fcftsehen gesch\u00e4chteter Tiere herausgeschnitten.\u00a0 <br \/>Diese Pr\u00e4senz symbolischer Handlungselemente in der Schechita, lassen\u00a0 Ver\u00e4nderungen des Modells Schechita zu einem seltenen, wenngleich nicht unm\u00f6glichen Ereignis werden. Man f\u00fchre sich vor Augen: Die letzte <br \/>Ver\u00e4nderung der Schechita fand im Jahr 1220 statt (10), als die Rabbiner <br \/>eine Professionalisierung des Sch\u00e4chthandwerks durchsetzten und <br \/>Ausbildungsrichtlinien festsetzten. Weitere Ver\u00e4nderungen nach <br \/>diesem Stichjahr sind nicht bekannt! So fehlten auch innerj\u00fcdische <br \/>Auseinandersetzungen \u00fcber die von der Wirklichkeit aufgezwungenen, aber\u00a0 stillschweigend eingef\u00fchrten Ver\u00e4nderungen der Sch\u00e4chtpraxis wie das Fesseln und Hochziehen des Tieres, eine Verfahrensweise, die im Jahr 1906 eingef\u00fchrt worden <br \/>ist, ohne da\u00df dies offiziell als Ver\u00e4nderung der Sch\u00e4chtpraxis dokumentiert worden w\u00e4re. Obwohl (oder vielleicht, gerade weil) es sich hier um eine gravierende Verletzung des halachischen Tierschutzgesetzes und Verbots der Tierqu\u00e4lerei (Tza`ar ba`aleichaim) handelte, ist diese Verfahrensweise bis heute nicht diskutiert worden (9). <br \/>Ver\u00e4nderungen, so scheint es, sind allerdings nicht notwendig, wenn die antizipatorischen Kr\u00e4fte der g\u00f6ttlichen Vorsehung am Werke sind&#8230; Da der Mensch als im Ebenbild Gottes -be tzelem elohim (imitatio dei) -erschaffen gilt, kann seine Vollkommenheit vorweg genommen werden:<\/p>\n<p>Die nat\u00fcrliche Ordnung kann verunstaltet oder sie kann verbessert werden, entsprechend der Taten der Menschheit. Da der Glaube auch darin zum Ausdruck kommt, die M\u00f6glichkeit eines Widerrufes des Bundes nicht in Betracht zu ziehen,\u00a0 ist die einzige M\u00f6glichkeit etwas zu ver\u00e4ndern, neue Worte und Absichten hinzuzuf\u00fcgen, mit anderen Worten, diese m\u00fcssen also\u00a0 zun\u00e4chst einmal gefunden (cave! &#8222;erfunden&#8220; &#8230;) werden &#8230; es geht also stets um Fragen des Auslegung und der Gewinnung von Mehrheiten, die diese bislang unbekannten Interpretationen, unterst\u00fctzen und nicht ablehnen mit dem Argument, man wolle jemandem, der sich aller Voraussicht nach nicht selbst zu Wort melden wird, etwas Inkompatibles in den Mund legen &#8230;::))&#8230;<\/p>\n<p><strong>Warum Handlungsbedarf?<\/strong><\/p>\n<p>Die unabl\u00e4ssigen Versuche, die Frage der Bet\u00e4ubung zu vermeiden, <br \/>indem man auf den bereits hohen Standard der Schechita (unter der <br \/>Vorgabe sie sei so schmerzfrei wie irgend m\u00f6glich) verweist, <br \/>\u00fcberzeugt nicht l\u00e4nger. Die Situation f\u00fcr die Tiere hat sich in den <br \/>letzten Jahrzehnten\u00a0 massiv verschlechtert. \u00dcberdies k\u00f6nnen die heutigen <br \/>Bet\u00e4ubungstechniken nicht mit jenen Methoden verglichen werden, <br \/>die in fr\u00fcheren Zeiten eingesetzt wurden, als Sch\u00e4del mit <br \/>Vorschlagshammern zerschmettert wurden, Tiere zu Tode geschlagen, <br \/>erstochen, erdrosselt wurden usf.<\/p>\n<p>Auch der heute gebr\u00e4uchliche Bolzenschu\u00df kann Neveila, also Aas erzeugen.<br \/>Anders im Fall der reversiblen Elektrokurzzeitbet\u00e4ubung.<\/p>\n<p>Diese Methode besch\u00e4digt weder das Gewebe noch die Lebensfunktionen <br \/>des Tieres. Das Tier wird sein Bewu\u00dftsein wiedererlangen, wenn es <br \/>nicht geschlachtet wird.<br \/>Grausamkeit ist das genaue Gegenteil des eigentlichen Ziels der <br \/>Tierschlachtung, n\u00e4mlich die Tierseele zu erh\u00f6hen und freizusetzen. <br \/>Deshalb erhebt\u00a0 die rituelle Schlachtung den Anspruch, selbst ein Ausdruck der <br \/>Freundlichkeit, des Mitgef\u00fchls, und der Aufgekl\u00e4rtheit sein. &#8222;&#8230;man <br \/>schlachte das junge Rind vor dem Ewigen&#8220;, (Leviticus 1:5) bedeutet,<br \/>da\u00df die T\u00f6tung durch die schonendst m\u00f6gliche Methode vollzogen <br \/>werden mu\u00df (11)<\/p>\n<p><strong>Das Verbot der Tierqu\u00e4lerei<\/strong> <br \/>Tza`ar Ba`alei ChaimAngesichts der Vielzahl der tierbezogenen Narrative und Gesetzeswerke ist es \u00fcberraschend, da\u00df tierbezogene Fragestellungen relativ\u00a0 wenig Aufmerksamkeit innerhalb des j\u00fcdischen Denkens gefunden haben. <br \/>Unabh\u00e4ngig davon k\u00f6nnen Zweifel daran, ob das Tier als Thema im <br \/>j\u00fcdischen Denken wirklich abwesend war, nicht von der Hand <br \/>gewiesen werden. <br \/>Moses Maimonides erw\u00e4hnte die weitverbreitete Anwendung von <br \/>Strategien des Verbergens innerhalb der J\u00fcdischen Texte. Er wies auf die Bedeutung der Interpretation hin, die darin besteht, Sinnzusammenh\u00e4nge zu stiften. <br \/>&#8222;Meine Absicht ist es, da\u00df die Wahrheiten kurz betrachtet und dann <br \/>wieder versteckt werden, damit sie nicht in ein Gegenspiel zur <br \/>g\u00f6ttlichen Absicht treten, die darin liegt, sie dem Vulg\u00e4ren unter den Menschen zu entziehen und zu verbergen, damit sie bewahrt wird f\u00fcrjene Wahrheiten, die n\u00f6tig sind um IHN zu erkennen.&#8220;(12)<br \/>Was die Ablehnung der Bet\u00e4ubung durch die Rabbiner anbelangt, ist <br \/>die eigentliche Frage nicht, ob die Bet\u00e4ubung mit der Schechita <br \/>vereinbar ist oder nicht, sondern ob die Schechita noch mit der <br \/>J\u00fcdischen Ethik und ihrem Verbot der Tierqu\u00e4lerei vereinbar ist. Es <br \/>zeigt sich, da\u00df die Mahnung von <strong>Abraham Isaac HaKohen Kook<\/strong> noch immer <br \/>unerh\u00f6rt ist:<\/p>\n<p>&#8222;Die Richtlinien der Schlachtung, insbesondere jene, den Tieren Schmerzen zu ersparen, erinnert uns daran, da\u00df wir es hier nicht mit Dingen zu tun haben, die au\u00dferhalb des Gesetzes stehen, da\u00df sie keine Automaten sind, des Lebens entleert, sondern lebende Gesch\u00f6pfe.&#8220; (13)<\/p>\n<p>Im Unterschied zur christlichen Interpretation des Mensch-Tier-Verh\u00e4ltnisses, die auf dem Begriff der Herrschaft, der Kontrolle und der Ausbeutung beruht, zeichnet sich die Haltung der Hebr\u00e4ischen Bibel und der meisten talmudischen und nach-talmudischen Schriftwerke durch einen Fokus auf der Bindung und der\u00a0 gegenseitigen Bezogenheit von Mensch und Tier aus.<br \/>Der j\u00fcdische Sch\u00f6pfer erteilt dem Menschen den Rat Verantwortung <br \/>zu \u00fcbernehmen und ein H\u00fcter der Tiere zu sein. Nicht Unterwerfung <br \/>und Gewalt, sondern Verwandtschaft und Barmherzigkeit geh\u00f6ren zu <br \/>den Haltungen, denen mit Wertsch\u00e4tzung begegnet wird. Die Beziehung <br \/>zwischen Mensch und Tier wird analog zu jener zwischen Gott und Israel, zwischen Hirte und Herde betrachtet und sie wird verglichen mit der Haltung der F\u00fcrsorge, die ein Hirte seiner Herde gegen\u00fcber empfindet.<\/p>\n<p>&#8222;Eine Pr\u00fcfung der biblischen, talmudischen, und mittelalterlichen Rechtssprechungen bez\u00fcglich der niederen Tiere ergeben ein koh\u00e4rentes Gef\u00fcge der menschlichen Gesetzgebung, die das Ziel hat, die unter dem Menschen stehenden Gesch\u00f6pfe zu verteidigen und die Menschen menschlicher zu machen.&#8220; (14)<br \/>Diese Zielsetzungen wurden mit den Sch\u00e4chtgeboten nicht au\u00dfer <br \/>Kraft gesetzt. Im Gegenteil. Das geschlachtete Tier wird als beseeltes <br \/>Gesch\u00f6pf betrachtet (<strong><em>nefesch chaja<\/em><\/strong>). Aus diesem Grunde wurden eine <br \/>ganze Reihe ethischer Grunds\u00e4tze aufgestellt, die den Rahmen f\u00fcr <br \/>die Beziehung zum potentiellen Schlachttier abstecken sollten:<\/p>\n<p>&#8222;Koche nicht ein B\u00f6cklein in der Milch seiner Mutter.&#8220; (Exodus 23:19, 34:26; Deuteronomium 14:21)<\/p>\n<p>&#8222;Ein Stier oder ein Schaf oder eine Ziege nach der Geburt bleibe sieben Tage bei seiner Mutter, und vom achten Tage an und weiter wird es gn\u00e4dig aufgenommen als Feueropfer f\u00fcr den Ewigen.&#8220; <br \/>Und Stier oder Schaf, es selbst und sein Junges, sollt ihr nicht schlachten an einem Tage.&#8220;(Leviticus 22:27-28)<\/p>\n<p>&#8222;Wenn ein Vogelnest sich vor dir findet auf dem Wege, auf irgendeinem Baume oder auf der Erde, K\u00fcchlein oder Eier, und die Mutter liegt auf den K\u00fcchlein oder auf den Eiern; so sollst du nicht nehmen die Mutter \u00fcber den Jungen.&#8220;(Deuteronomium 22:6)<\/p>\n<p>Neben den Geboten, die sich auf die Schlachtung beziehen, gibt es eine Reihe von Verhaltensregeln, die Tieren gegen\u00fcber beachtet werden sollen, die f\u00fcr den Transport, die Ernte und weitere Zwecken dienen: &#8222;So du siehest den Esel deines Hassers erliegend unter seiner Last, und du wolltest unterlassen, es ihm leichter zu machen &#8230;: mache es (ihm) leichter.\u00a0 &#8222;(Exodus 23:5)<\/p>\n<p>&#8222;Du sollst nicht pfl\u00fcgen mit einem Ochsen und einem Esel zusammen. &#8222;Deuteronomium 22:10)<\/p>\n<p>Wenn ein Tier in einen Graben f\u00e4llt am Schabbat, dann lege Kissen und Decken unter es.&#8220; (Talmud Shabbat 128b)<\/p>\n<p>&#8222;Keine Person darf ein Tier kaufen, Tier oder Vogel, wenn diese Person nicht f\u00fcr das Futter sorgen kann.&#8220;\u00a0 (Jerusalem Talmud Yevamot 15:3)<\/p>\n<p>&#8222;J\u00fcdische Menschen m\u00fcssen es vermeiden Federn von lebenden G\u00e4nsen zu zupfen, denn es ist grausam dies zu tun. &#8222;Code of Jewish Law, Even HaEzer, 5:14)<\/p>\n<p>&#8222;Wenn Tiere ihre Jungen verlieren, leiden sie gro\u00dfen Schmerz. Es gibt keinen Unterschied zwischen dem Schmerz des Menschen und dem Schmerz anderer Lebewesen.&#8220;\u00a0 (Maimonides, F\u00fchrer der Unschl\u00fcssigen, 3:48)<\/p>\n<p>&#8222;In der kommenden Welt wird Gott jene Reiter strafen, die ihre Pferde mit Sporen verletzen.\u00a0 (Sefer Chassidim, para. 44)<\/p>\n<p>Mitgef\u00fchl Tieren gegen\u00fcber gilt als Quelle des spirituellen Wachstums <br \/>und der Selbstentfaltung des Menschen:<\/p>\n<p>&#8222;Rabbi Judah HaNassi beobachtete ein Kalb als es zum Schlachthaus <br \/>gef\u00fchrt wurde. Das Kalb ri\u00df sich los und rannte weg von seiner Herde, <br \/>um sich unter Rabbi Judahs Gew\u00e4ndern zu verstecken. Es schrie um <br \/>Gnade. Aber Judah stie\u00df es zur\u00fcck und sagte: Geh weg. Dies ist dein <br \/>Schicksal. Im Himmel sagte man: Da er kein Mitgef\u00fchl zeigte, <br \/>werden wir Leid \u00fcber ihn bringen. Viele Jahre nach diesem Vorfall, <br \/>litt Rabbi Judah unter einer Reihe von schmerzhaften Krankheiten. Eines Tages putzte Judahs Dienerin das Haus. Sie war gerade dabei einige junge Wiesel zu verjagen, die sie auf dem Boden fand. La\u00df sie, sagte Judah zu seiner Haush\u00e4lterin. Daraufhin sprach man im Himmel folgenderma\u00dfen \u00fcber Judah, Da er Mitgef\u00fchl den Wieseln gegen\u00fcber gezeigt hat, werden wir auch ihm gegen\u00fcber Mitgef\u00fchl <br \/>haben. Er war\u00a0 von seinen Krankheiten geheilt.\u00a0 (Talmud Baba Metzia 85a)<\/p>\n<p>Der Gerechte kennt die Seele seines Tiers.\u00a0 (Spr\u00fcche 12: 10)<\/p>\n<p>Mitgef\u00fchl sollte sich auf alle Gesch\u00f6pfe erstrecken und keines zerst\u00f6ren und keines verachten. Denn Gottes Weisheit erstreckt sich auf alles, was gesch\u00f6pft wurde: Mineralien, Pflanzen, Tiere undMenschen. Dies ist der Grund, warum die Rabbiner uns davor warnten Nahrung zu verachten. Das Mitleid eines Menschen sollte sich auf alle Arbeiten des Gesegneten erstrecken, denn in Gottes Weisheit ist nichts so, da\u00df es verachtet werden k\u00f6nnte. Des gleichen soll man <br \/>nichts entwurzeln, das w\u00e4chst, es sei denn es ist notwendig. Auch soll man nichts t\u00f6ten, was lebt, es sei denn es ist notwendig. Jeder sollte einen guten Tod w\u00e4hlen mit einem Messer, das sorgsam gepr\u00fcft worden ist, und so viel Mitleid mit ihnen haben wie es m\u00f6glich ist.\u00a0 (Moses Cordovero, The Palm Tree of Deborah)<\/p>\n<p>Rabbi Yudan ben Pazi lehrte: So wie der Heilige, Gesegnet sei Er, Mitgef\u00fchl mit den Menschen hat, so hat Er Mitgef\u00fchl mit den Tieren.\u00a0 (Devarim Rabbah 6:1)<\/p>\n<p><strong>Kaschrut: Die spirituelle Dimension der Nahrung<\/strong><\/p>\n<p>Die Speisetafel des Menschen ist wie ein Altar.\u00a0 (Chagigah 27a)<\/p>\n<p>Seit der Zerst\u00f6rung des Heiligen Tempel, bewirkt der E\u00dftisch des <br \/>Mensch die Vers\u00f6hnung f\u00fcr ihn.\u00a0\u00a0 (Berachos 55a)<\/p>\n<p>Da\u00df gerade der Nahrung eine spirituelle Bedeutung zukommt, geh\u00f6rt <br \/>vermutlich zu den am besten unterdr\u00fcckten und verdr\u00e4ngten Teilen <br \/>des kulturellen Erbes der Menschheit. Dies gilt in mancher Weise auch f\u00fcr das Judentum. <br \/>Die spirituellen Auswirkungen, die es f\u00fcr den Menschen und die gesamte Sch\u00f6pfung hat, wenn Nahrung durch das T\u00f6ten von Lebewesen und Mitgesch\u00f6pfen gewonnen wird, wird in der Torah erkannt und beschrieben, indem der vegetarische Sch\u00f6pfungsbericht als der ethisch h\u00f6herstehende beschrieben wird und die Erlaubnis des Fleischverzehr als nachrangig und im Talmud sogar als moralisch <br \/>fragw\u00fcrdig und umstritten beschrieben wird. Der Vegetarismus der Torah kann &#8211; nach heutiger Kenntnis &#8211;\u00a0 als erstes friedfertiges Modell der irdischen Gesellschaft au\u00dferhalb des Gan Eden, des Paradieses verstanden werden. Dieser urspr\u00fcngliche Vegetarismus der Sch\u00f6pfungsgeschichte in der Torah kann als\u00a0 globale Vision einer vollkommenen Gesellschaft betrachtet werden, in der Tiere nicht als Sklaven, sondern als Mitlebewesen behandelt werden.\u00a0 <br \/>Auch der Vegetarismus und Veganismus, ist bereits in den\u00a0 F\u00fcnf B\u00fccher Mose enthalten. Und Gott sprach: Siehe, ich geb` euch alles Kraut Samen tragend,<br \/>das auf der Fl\u00e4che der ganzen Erde, und jeglichen Baum, an welchem <br \/>Baumfrucht, Samen tragend, euer sei es zum Essen. Und allem Getierdes Landes und allen V\u00f6geln des Himmels und Allem, was sich reget auf der Erde, worin ein Lebensodem (geb` ich) alles gr\u00fcne Kraut zum Essen; und es ward also.\u00a0<\/p>\n<p>(Genesis 1:29-30)<\/p>\n<p>&#8222;Und Gott segnete Noach und seine S\u00f6hne und sprach zu ihnen: Seid <br \/>fruchtbar und mehret euch und f\u00fcllet die Erde. Und eure Furcht und <br \/>euer Schrecken sei auf allem Getier der Erde und auf allem Gev\u00f6gel <br \/>des Himmels; von allem was sich regt auf dem Erdboden und von <br \/>allen Fischen des Meeres &#8211; in eure Hand sind sie gegeben. Alles was <br \/>sich reget, was da lebet, euer sei es zum Essen; wie das gr\u00fcne Kraut <br \/>gebe ich euch alles. Doch Fleisch mit seinem Blute, sollt ihr nicht <br \/>essen.&#8220; (Genesis 9:1-4)<\/p>\n<p>Der Verzehr von Fleisch blieb ein grundlegendes Problem:<\/p>\n<p>&#8222;Jedoch magst du, wie es immer deine Seele begehrt, schlachten und <br \/>Fleisch essen nach dem Segen des Ewigen deines Gottes, den er dir gegeben; in all deinen Toren. Der Unreine wie der Reine kann es essen, wie den Hirsch und das Reh; Nur das Blut sollt ihr nicht essen, auf die Erde gie\u00dfet es aus wie Wasser.&#8220;<\/p>\n<p>(Deuteronomium 12:15-16)<\/p>\n<p>Wenn der Ewige dein Gott erweitern wird dein Gebiet, wie er dir verhei\u00dfen, und du sprichst: Ich m\u00f6chte Fleisch essen &#8211; weil deine Seele Fleisch zu essen begehrt, &#8211; wie es immer deine Seele begehrt, magst du Fleisch essen.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 (Deuteronomium 12:20)<\/p>\n<p>Trotz all der darauf folgenden Drohungen und Warnungen, die\u00a0 auf dem Vorwurf beruhen, da\u00df Menschen gem\u00e4\u00df des Begehrens ihrer Seele, nicht jedoch den Potentialen ihrer Vernunft entsprechend handeln, um den moralischen Standard zu <br \/>erreichen, der von ihnen erwartet werden k\u00f6nnte, erhalten die Menschen schlie\u00dflich das Vorrecht, ihre Mitgesch\u00f6pfe, die Tiere, &#8211; allerdings nur unter den beschriebenen Einschr\u00e4nkungen -, als Fleisch zu verzehren. <br \/>Die Frage stellt sich nun &#8211; und diese Frage ist noch nicht ausreichend <br \/>beantwortet worden: Wie kann \u00fcberhaupt einem Lebewesen erlaubt <br \/>werden, aus Gewohnheit und Routine zu t\u00f6ten? Wie kann \u00fcberhaupt jemandem erlaubt werden zu t\u00f6ten &#8211; und zu morden &#8211; als allt\u00e4gliche Besch\u00e4ftigung? <br \/>Zwischen den Zeilen kann noch eine weitere Frage entdeckt werden: <br \/>Tiere sind in mancher Weise dem Menschen \u00fcberlegen. Der Mensch <br \/>ist zudem die sp\u00e4tere Erfindung, -nach dem Gev\u00f6gel des Himmels, <br \/>den Tieren der Erde, den Fischen er Meere-.<\/p>\n<p>Mit dem Menschen sollte die Sch\u00f6pfung beendet &#8211; und vollendet werden. Somit stellt sich die Frage, wie kann diese Spezies, genannt Menschen der Erde, (ish haadama) die eigenen H\u00e4nde auf seine Mitgesch\u00f6pfe, seine \u00e4lteren Br\u00fcder und Schwester legen, wie kann die eine Art,\u00a0 die Erlaubnis f\u00fcr sich in Anspruch nehmen, die andere Art zu verzehren? Wie kann sie zulassen, da\u00df aus den lebendigen K\u00f6rpern totes Fleisch wird?<\/p>\n<p>Diese Kontroverse kann nicht getrennt werden von der Frage wie <br \/>Lebewesen technisch get\u00f6tet werden, gemordet, geopfert, geschlachtet und wie die Menschheit die Folgen dieses best\u00e4ndigen T\u00f6tens, Ausweidens und Zerst\u00f6rens, genannt <em>Menschheitsgeschichte<\/em>, bew\u00e4ltigen kann?<\/p>\n<p>Obwohl sich bis zum heutigen Tag das moralische Empfinden dieses Traumas noch nicht hat bew\u00e4ltigen\u00a0 k\u00f6nnen, man denke nur an Alltag gewordenen den Bruch des Gebots &#8222;Du sollst nicht t\u00f6ten&#8220; &#8211;\u00a0 man denke daran, da\u00df\u00a0 die Menschen\u00a0 mit diesen Widerspr\u00fcchen Tag f\u00fcr Tag leben &#8211; ist es doch ziemlich \u00fcberraschend zu erkennen, <br \/>da\u00df sogar die Techniken des T\u00f6tens und Schlachtens am Versuch, das T\u00f6ten ertr\u00e4glicher zu machen, gescheitert sind.<\/p>\n<p>In beiden Sch\u00f6pfungsberichten wird die Besonderheit des Menschen <br \/>im Vergleich zu den Tieren erw\u00e4hnt. Mit der Sonderstellung verbunden ist die Verantwortung.\u00a0 Der Mensch ist keine bedingungslose Autorit\u00e4t. Seine Stellung ist von Bedingungen abh\u00e4ngig. Sie ist an Bedingungen gekn\u00fcpft. Wenn diese nicht erf\u00fcllt werden, ist der Mensch nichts. Um es im hierarchischen Denken auszudr\u00fccken, der verantwortungslose Mensch ist kein Mensch mehr, er ist nur Mensch, wenn er sein Menschsein m\u00f6glich gemacht hat. <br \/>Im Sch\u00f6pfungsbericht wird die Autorit\u00e4t des Menschen aus <br \/>sich selbst heraus erh\u00f6ht: sie ist stets Macht oder vielmehr <br \/>Erm\u00e4chtigung um etwas zu tun, um eines Gottes Willen auszuf\u00fchren, um <br \/>sich zu k\u00fcmmern und zu sorgen als Gottes Stellvertreter. Die gesamte <br \/>Autorit\u00e4t des Menschen auf der Erde ist eine delegierte Autorit\u00e4t <br \/>abh\u00e4ngig von einer Konformit\u00e4t mit eines h\u00f6heren, ja des h\u00f6chsten Wesens moralischem Willen. <br \/>Dar\u00fcber hinaus wird die Autonomie der Menschheit nur im Kontext <br \/>der Gegenseitigkeit, im Modus &#8222;Beziehung&#8220; aktiviert. (15)<\/p>\n<p>Eine weitere Besch\u00e4digung der Moralit\u00e4t! Die Menschen-Geschichte wird beschrieben als Geschichte, Leben zu nehmen.\u00a0 Stets in Abwehrhaltung, um zu verhindern, da\u00df\u00a0\u00a0 das eigene Leben genommen wird. Der Zustand der Seele im Dauerbetrieb namens Abwehr von Angt, Verwirrung, Todeskampf. Doch auf <br \/>die verwirrte Seele wartet ein evolution\u00e4rer Sprung: sie wird dazu <br \/>ermutigt, auf der Grundlage der Partnerschaft dem Mitlebewesen <br \/>gegen\u00fcber zu handeln. Die Beziehung zwischen T\u00e4ter und Opfer <br \/>verlangt, da\u00df der eine sich um des anderen Leben &#8211; und Tod &#8211; <br \/>k\u00fcmmert. Eine Haltung, die Teil des gemeinsamen Schicksals ist. <br \/>Eines Schicksals, das T\u00e4ter und Opfer miteinander teilen. Die Rollen <br \/>wechseln. Die Lebensknoten wachsen dort, wo der Jammer \u00fcber den Verlorenen verstanden wird, und der Mensch sich in der Klage des anderen selbst zu\u00a0 erkennen vermag.<\/p>\n<p>Denn \u00e4hnlich sind sie sich. Wiedererkennbar. \u00c4hnlich daran, was auf sie wartet. Das Unvermeidbare, mit der Geburt besiegelte. Krankheit, Tod. Unab\u00e4nderlich in all seinen tragikomischen\u00a0 Verzweigungen und Ver\u00e4stelungen.<\/p>\n<p>Die Gnade kommt nicht von allein. Sie wird begleitet von Erwartungen, all die Versuche, das Sterben, dieser ehrlichste Bedingung der M\u00f6glichkeit zu leben,\u00a0 leichter zu machen. Dies ist das Rezept. Nichts als ein Mitglied aus der Familie Teil der Familie &#8222;Tza`ar ba`alei chajim&#8220;. Um es im Klartext zu sagen: die Bereitschaft, alles zu versuchen, um das Leben vor dem Sterben, das Sterben am Ende des Lebens- leichter zu machen.<\/p>\n<p>&#8222;Denn um dich werden wir gew\u00fcrgt den ganzen Tag, werden dem <br \/>Schafe der Schlachtbank gleich geachtet.&#8220; (Psalmen 44:23)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Und heute?<\/strong><\/p>\n<p>Keines dieser Gebote, die Bestandteil der J\u00fcdischen Tierschutzlehre <br \/>sind, werden in den Intensivzuchtfabriken beachtet. Auch der emotionalen und seelischen Situation der Tiere wird keine Beachtung geschenkt. Im Gegenteil. Sie wird von den Z\u00fcchtern \u00fcberhaupt nicht in Erw\u00e4gung gezogen. Da\u00df auch ein Tier ein beseeltes Lebewesen ist, mit Gef\u00fchlen, einem individuellen Schicksal, mit affektiven Bindungen an die eigene Herde, mit Bindung an seine Eltern, an seinen Partner, an seine Kinder, all dies findet keine Beachtung. Das Tier ist ein Lieferant von Fleisch, Eiern, Leder, Pelz, organischem Gewebe oder Organen f\u00fcr medizinische oder kosmetische Zwecke und wird unter den billigsten, schnellsten, und effektivsten Bedingungen, gehalten, auch wenn dadurch seine spezifischen, ihm nach j\u00fcdischer Ethik gew\u00e4hrten Rechte als subjektives Lebewesen mi\u00dfachtet werden.<\/p>\n<p>Angesichts der konsequenten F\u00f6rderung von Freundlichkeit Tieren <br \/>gegen\u00fcber ist es nur schwer begreiflich, warum die j\u00fcdisch ethischen <br \/>Erw\u00e4gungen des Tierschutzes wie sie aus den j\u00fcdischen Texten <br \/>bekannt sind, nur so selten zur Anwendung in der Lebenswelt der <br \/>Mehrheit aller Tiere gebracht werden, und zwar in den Tierfabriken. <br \/>W\u00e4hrend der Hinweis auf das \u0391j\u00fcdisch-christliche Erbe des <br \/>Abendlandes\u2245 fester Bestandteil der \u00f6ffentlichen Rhetorik ist, besteht <br \/>nur wenig Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, was dies faktisch hinsichtlich des <br \/>Tierschutzes innerhalb und au\u00dferhalb der religi\u00f6sen und kulturellen <br \/>Gemeinschaften bedeutet. Insbesondere hinsichtlich der Tiere, dieau\u00dferhalb unseres Sichtfelds, hinter den Mauern der ungeheuren <br \/>Fleischproduktionsst\u00e4tten tierunw\u00fcrdig vegetieren, k\u00f6nnte die Kluft <br \/>zwischen beflissenem ethischem Engagement, sporadischenLippenbekenntnissen einiger Politiker und kalkulierter Gleichg\u00fcltigkeit <br \/>auch der Religionsvertreter gr\u00f6\u00dfer nicht sein. Dies zeigt sich in <br \/>besonders erschreckender Weise an der Situation in den <br \/>Schlachtfabriken. W\u00e4hrend im Vergleich zu nicht religi\u00f6s <br \/>durchgef\u00fchrten Schlachtungen &#8211; zwar von anderen <br \/>\u0391Schlachtst\u00fcckzahlen\u2245 die Rede ist, wird deren Grauen auch im Fall <br \/>des j\u00fcdischen (und andernorts zu er\u00f6rternden islamischen) <br \/>Sch\u00e4chtens, noch \u00fcbertroffen. <br \/>Dies zeigt einen strukturellen Mangel an Glaubw\u00fcrdigkeit all jenerEntscheidungstr\u00e4ger, religi\u00f6ser und politischer F\u00fchrer, die sich so <br \/>gerne auf das westliche, abendl\u00e4ndisch ethischen Wertsysteme <br \/>beziehen.<\/p>\n<p>Dieser Mangel an Glaubw\u00fcrdigkeit ist umso bedauerlicher, da es sich <br \/>hier um Entscheidungstr\u00e4ger mit ethischer Vorbildfunktion handelt: <br \/>Lehrer, Rabbiner, Repr\u00e4sentanten der Religionsgemeinschaften. Aus <br \/>opportunistischen Gr\u00fcnden teilen viele die Vorbehalte den reversiblen <br \/>Elektrokurzzeitverfahren gegen\u00fcber, und f\u00fchren sogar dieReligionsfreiheit an, obwohl gerade die j\u00fcdische Religion zu <br \/>konsequenter Umsetzung des Verbots der Tierqu\u00e4lerei auffordert. <br \/>Es mangelt zudem an Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, da\u00df die Bet\u00e4ubungstechnik <br \/>die Schechita ihren expliziten Zielen n\u00e4herbringt und sie somit <br \/>verbessert, indem sie dazu verhilft, die schonendst m\u00f6gliche <br \/>Schlachtmethode umzusetzen. Zum anderen machen sich die Kritiker <br \/>der Bet\u00e4ubung nicht klar, da\u00df das wichtigste Ziel der J\u00fcdischen <br \/>Tierschutztradition der Schutz der Gef\u00fchle leidensf\u00e4higer Gesch\u00f6pfeist, Gesch\u00f6pfe, die Schmerz und Stre\u00df empfinden. Gesch\u00f6pfe, die um <br \/>Hilfe schreien. <br \/>Dieser Zustand des Unger\u00fchrtseins dem tats\u00e4chlichen Leiden derTiere gegen\u00fcber spiegelt den Zustand des Herzens wieder: die <br \/>Gleichg\u00fcltigkeit hat die Z\u00fcgel \u00fcbernommen, umso mehr, sobald das <br \/>\u00f6ffentliche Interesse ber\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Aufgrund dieser Sachverhalte erscheint es umso dringlicher die <br \/>Gebote des j\u00fcdischen Tierschutzes in die Sprache der modernen <br \/>Gesellschaft zu \u00fcbersetzen, wenngleich es bequemer sein w\u00fcrde, den <br \/>Beschw\u00f6rungen zu lauschen, die die religi\u00f6se Schlachtung zu einer <br \/>l\u00e4ndlichen Idylle werden lassen, bei der L\u00e4mmer verloren gehen undwiedergefunden werden oder Kamele getr\u00e4nkt werden. Statt sich <br \/>dieser r\u00fchrseligen biblischen Tieridyllen hinzugeben, ist es wichtig zu <br \/>fragen, wo eigentlich die H\u00fchner leben oder die K\u00e4lber und vor allen <br \/>Dingen &#8211; wie sie get\u00f6tet werden. <br \/>Auch der hartgesottenste Rabbiner wird seine Zustimmung geben, <br \/>wenn ein talmudgelehrter Ingenieur einen Apparat erfindet, der das <br \/>Leben am Schabbat leichter und komfortabler macht, ohne da\u00df die <br \/>strengen Schabbatbestimmungen aufgeweicht werden m\u00fcssen. Dergleiche Rabbiner h\u00f6rt noch nicht einmal hin, wenn es um ein Thema <br \/>wie das Leiden eines Tieres geht. <br \/>Die j\u00fcdischen Gemeinschaften in Europa und deren Repr\u00e4sentanten <br \/>neigen dazu zu \u00fcbersehen, da\u00df der Tierschutz ein Anliegen ist, das <br \/>aus der Mitte der j\u00fcdischen Tradition stammt. Und dieses Anliegen <br \/>darf nicht l\u00e4nger zu einem Au\u00dfenseiterproblem gemacht werden. <br \/>Wenn man nach den Gr\u00fcnden f\u00fcr die vorherrschende Gleichg\u00fcltigkeit <br \/>fragt, die dem Tierleben entgegen gebracht wird, st\u00f6\u00dft man auch auf <br \/>historische Konstellationen: In der Nachbarschaft des gr\u00f6\u00dften <br \/>Verbrechens aller Zeiten zu leben, macht es so viel leichter, die <br \/>Leiden der Lebenden, auch der Tiere, zu relativieren und zu <br \/>bagatellisieren. Der Erfolg der Nationalsozialisten war ein Erfolg im <br \/>Reich des B\u00f6sen, dessen Botschaft seit je Verachtung ist, Verachtung <br \/>f\u00fcr das Leben und f\u00fcr alle Lebewesen mit ihren pers\u00f6nlichen \u00c4ngsten <br \/>und ihrem subjektiven Leiden. Und gerade das Leiden der Tiere erscheint als so wenig spektakul\u00e4r, so verachtenswert und unwichtig,da\u00df es nur selten seinen Weg in die Schabbatpredigten findet. Was sind die Gr\u00fcnde f\u00fcr die gegenw\u00e4rtig so verbreitete Vernachl\u00e4ssigung von Tierschutzfragen innerhalb der j\u00fcdischen <br \/>Gemeinschaft?<\/p>\n<p>1. Der offensichtliche Grund, warum Rabbiner und Sch\u00e4chtexperten <br \/>den Fragen des Tierschutzes kaum Aufmerksamkeit widmen ist die <br \/>Tatsache, da\u00df sie davon ausgehen, schon l\u00e4ngst im Besitz der besten <br \/>und schonendsten Schlachtmethode zu sein. <br \/>2. Der Einsatz der reversiblen Elektrokurzzeitbet\u00e4ubung wird <br \/>abgelehnt, um ein Verderben des Fleisches (d.h. Neveila) zu <br \/>verhindern. <br \/>3. Die Bef\u00fcrchtung durch die Bet\u00e4ubung k\u00e4me es zu Ver\u00e4nderungen <br \/>des mentalen Zustandes des Tieres, die sich wom\u00f6glich der Kontrolle <br \/>entz\u00f6gen. Diese Furcht vor Kontrollverlust &#8211; und zwar bezogen auf den <br \/>Sterbeproze\u00df des Tieres &#8211; erweist sich als das Haupthindernis gegen <br \/>den Einsatz von Bet\u00e4ubungstechniken. Es stellt sich die Frage, warum <br \/>dieser Aspekt so wichtig ist. <br \/>Dem Sch\u00e4chten kommt, wie bereits eingangs angedeutet worden ist,<br \/>eine nicht gro\u00df genug einzusch\u00e4tzende spirituelle Bedeutung f\u00fcr das <br \/>Judentum zu. Hier ist von einem Themenbereich die Rede, der nicht <br \/>ohne weiteres mit der religi\u00f6sen Schlachtung in Zusammenhanggebracht wird und sicherlich nicht in einem Kompendium des <br \/>religi\u00f6sen Schlachtens steht. Doch die Tatsache, da\u00df kaum dar\u00fcber <br \/>geredet oder geschrieben wird, bedeutet eben nicht, da\u00df es sich hiernicht um einen \u00e4u\u00dferst wichtigen Sachverhalt handelt, der sich der <br \/>Ver\u00e4nderung der j\u00fcdischen Schlachtpraxis entgegen stellt: Die Rede <br \/>ist von der Lehre der Seelenwanderung, der Reinkarnation (gilgul) undderen Auswirkung auf die Zulassung oder das Verbot der Bet\u00e4ubung.<\/p>\n<p>Die Reinkarnation mag zwar auf den ersten Blick als reichlich <br \/>obskures Thema erscheinen, sie nimmt jedoch einen wichtigen Platz <br \/>in der j\u00fcdischen Lehre ein. Die spirituelle Bedeutung des Sch\u00e4chtens <br \/>liegt gerade darin, da\u00df die Schechita an der Schnittstelle zwischen <br \/>den Existenzen einen Umwandlungsproze\u00df der Seelen von einer Existenz in die n\u00e4chste begleitet. <br \/>Dabei stellt sich die Frage, ob die Bet\u00e4ubung das freie Umherwandern <br \/>der Seelen behindert und verhindert, da\u00df die j\u00fcdische Seele, die im <br \/>Tierk\u00f6rper wartet, erl\u00f6st und befreit werden kann. <br \/>Diese \u00dcberlegung mag \u00fcberraschend sein, steht jedoch in Einklang <br \/>mit vielen religi\u00f6sen und kabbalistischen Lehren, die annehmen, da\u00df <br \/>in den Tieren die Seelen reinkarnierter j\u00fcdischer Menschen ihrerBefreiung harren. <br \/>Nebenbei bemerkt, erweisen sich die oft f\u00fcrchterlichen Umst\u00e4nde des <br \/>Schlachtens und Sterbens als leichter ertr\u00e4glich, wenn sie diesen <br \/>tr\u00f6stenden Aspekt tragen, nur Teil einer Kette von Reinkarnationen <br \/>und Seelenwanderungen zu sein.<\/p>\n<p>Auch das Schlachten wird auf diese Weise zu einem Akt der Befreiung, <br \/>der allerdings die Frage aufwirft, ob eine reinkarnierte Seele, deren <br \/>K\u00f6rper auf der Schwelle des Gesch\u00e4chtet- Werdens steht, durch <br \/>Einsatz von Bet\u00e4ubung einen Schaden erleidet?<\/p>\n<p><strong>Soul Food: Die Wanderungen der Seelen zu neuen Leben und <\/strong><br \/><strong>zur\u00fcck <\/strong>Nach Meinung der Kabbalisten besitzen die meisten Tiere <br \/>heutzutage die reinkarnierten Seelen von Menschen. Unter diesem Aspekt sind wir gehalten, all diese Gesch\u00f6pfe mit ihrem seeligen, unseligen <br \/>Schicksal so wie unsere Mitmenschen zu betrachten &#8211; auch wenn wir <br \/>die Doktrin der moralischen Gleichwertigkeit aller Arten <br \/>zur\u00fcckweisen. (16)<br \/>Es ist schon sehr \u00fcberraschend, da\u00df sich am Ende die Reinkarnation <br \/>als Haupthindernis gegen die \u00dcbernahme von Bet\u00e4ubungstechniken <br \/>erweist:Das Ziel der Schechita ist, die Seele eines Tieres zu erh\u00f6hen, damit <br \/>sie zur Ebene der Menschenseele aufsteigen kann. Zun\u00e4chst war, so spekulieren viele, die Seele in ein Tier gewandert, das keinen h\u00f6heren Intellekt und keinen <br \/>Begriff von Gott hatte. Nach diesem Abstecher,\u00a0 darf sie aufsteigen zum Status eines <br \/>menschlichen Wesens, dem offenbart wird, dem bewu\u00dft wird, da\u00df es einen <br \/>Gott gibt, der die Erde regiert. Die wichtigste Kletterstrecke\u00a0 der Seele ist der Klettersteig hin zum Menschen. Nur hier vermag sie ihren\u00a0 Sch\u00f6pfer zu erkennen.\u00a0 Sogar das Schlachten wird hier zu einem Akt des Erbarmens. (17)<\/p>\n<p>Die Lehre der Seelenwanderung geh\u00f6rt zur\u00a0 mystischen Tradition des <br \/>Judentums. Sie ist so\u00a0 bodenst\u00e4ndig\u00a0 wie das Schlachten und die Devise, wenn schon klettern, dann nach oben. Abw\u00e4rts geht von selbst. <br \/>Da\u00df das Schlachten ein Verwandter des Todes ist, der alle Welt mit seinen Verwandlungsk\u00fcnsten verzaubert, kann als ultimative Herausforderung verstanden werden. Daher wundert es nicht, da\u00df die\u00a0 chassidische Literatur \u00fcber das Schlachten sich ausgiebig den Seelen widmet, die\u00a0 in einem Tierk\u00f6rper eingekapselt sind und voller Verzweiflung sehnsuchtsvoll auf den Schochet warten, damit dieser sie endlich befreit. Mit ein bi\u00dfchen Massl werden sie zu Menschen und h\u00e4tten damit eine wichtige Rastst\u00e4tte auf ihrem Wanderpfad erreicht.<\/p>\n<p><strong>Abschlie\u00dfende Gedanken<\/strong><\/p>\n<p>Wenn das Gesetz keine Aufkl\u00e4rung bietet, sondern ein Problem <br \/>verdunkelt, dann ist es erlaubt nach einem Konsens zu suchen, der in <br \/>Einklang mit dem gesunden Menschenverstand steht. Dies war der <br \/>Ratschlag des deutsch j\u00fcdischen Gelehrten <strong><em>Samson Raphael Hirsch<\/em><\/strong>: <br \/>Jede Halacha, die unklar bleibt vor dem Beth Din (dem Gericht) und <br \/>du kennst ihre Natur nicht, dann geh und beobachte die Gemeinschaft und erkenne wie sie sich verh\u00e4lt und verhalte dich genauso.<br \/>Diese Meinung vertrat schon der <em><strong>Babylonische Talmud<\/strong><\/em>: Geh und betrachte wie die \u00d6ffentlichkeit gew\u00f6hnlich handelt. (Ber. 45a)<br \/>Und der ber\u00fchmte Lehrer <em><strong>Hillel<\/strong><\/em> meinte: \u00dcberla\u00df es Israel; wenn sie selbst keine Propheten sind, so sind sie doch die Kinder von Propheten.\u00a0 (Pes. 66a)<br \/>Hirschs Klassifizierung der Gebote betonte die einenden Aspekte der j\u00fcdischen Gesetze. Trotz all ihres \u00fcbergenauen Abw\u00e4gens, ihrer Vorliebe zum Detail (pilpulim) steht sie auf den Grunds\u00e4tzen: Gerechtigkeit, Liebe und Erziehung &#8211; unserer selbst und anderer. (18)<br \/>Dementsprechend erweisen sich\u00a0 die j\u00fcdischen Tierschutzvorschriften als vereinbar <br \/>mit den heute verf\u00fcgbaren reversiblen Bet\u00e4ubungstechniken. Das\u00a0 Verbot der Tierqu\u00e4lerei (Tza`ar Ba`alei chaim) verlangt ausdr\u00fccklich die schonendste, schnellste und am wenigsten schmerzhafte Schlachtmethode. <br \/>Technische Neuerungen, die hochwillkommen sind in vielen\u00a0 j\u00fcdischen Lebensbereichen, genannt sei\u00a0 die Schabbattechnologie, die den Gebrauch elektrischer Apparate auch am Schabbat erm\u00f6glicht, d\u00fcrfen nicht ignoriert werden, wenn es darum geht, die Bedingungen zu verbessern, unter denen Tiere leben und &#8211; geschlachtet werden, denn wir sind dazu aufgefordert,\u00a0 uns ihrer f\u00fcrsorglich anzunehmen, auch in diesem letzten Abschnitt ihres Lebens.<\/p>\n<p><strong>Fu\u00dfnoten<\/strong><\/p>\n<p>(1) Bundestier\u00e4rztekammer Brief vom 7.5.2007 zum Religi\u00f6s <br \/>begr\u00fcndeten bet\u00e4ubungslosen Schlachtenwww.bundestieraerztekammer.de <br \/>(2) Wenzlawowiczs, Martin von, Holleben, Karen von: Tierschutz bei <br \/>der bet\u00e4ubungslosen Schlachtung aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden, bsi <br \/>Schwarzenbek 2007 <br \/>(3) Rheinz, H.: Grausames Sch\u00e4chten vs humanes Schlachten? <br \/>Pl\u00e4doyer wider die Leichtigkeit des T\u00f6tens, In: Das J\u00fcdische Echo. <br \/>Zeitschrift f\u00fcr Kultur und Politik (2002), S. 59-63 unter <br \/>www.tierimjudentum.de<br \/>(4) Overview in: Levinger, I.M.: Shechita in the Light of the Year 2000, <br \/>Jerusalem 1999 <br \/>(5) Zichotofsky, Ari Z.: Unpublished Paper for DIALREL &#8211; Encouraging <br \/>Dialogue on Issues of Religious Slaugher, Berlin 2008<br \/>(6) Rheinz: Open Letter to the President of the Jewish Communities in <br \/>Germany on behalf of Jewish Slaughtering In: Neues Deutschland, <br \/>21.7. 2008 unter www.neues-deutschland.de and J\u00fcdische Allgemeine <br \/>Wochenzeitung vom 17. 7.2008, sowie www.hagalil.com This Open <br \/>letter was not answered. <br \/>(7) Rabbi Nosson Sternhartz in: Sears, The Vision of Eden, S. 287 <br \/>(8) Klawans, In: Waldau, P., Kimberely, P.: A Communion of Subjects, <br \/>New York 2006 S. 67 <br \/>(9) Kalechofsky, R: S. 97<\/p>\n<p>(10) R. Shaul HaLevi Morteira, in Sears S. 334<br \/>(11) Sears, S. 237 <br \/>(12) Moses ben Maimon: The Guide of the Perplexed S. 7 <br \/>(13) Kook, Abraham Isaac: Fragments of Light: A View to the Reasons <br \/>for the Commandments, In: The Lights of Penitence S. 317<br \/>(14) Cohen, N.: Tsa`ar Ba`alei Hayim: The Prevention of Cruelty to <br \/>Animals, S. 21 <br \/>(15) Linzey, Cohn-Sherbok: After Noah S. 21<br \/>(16) Sears, S. 139 <br \/>(17) ibid. S. 289 <br \/>(18) TJ, Pe `ah 7:5 in Encyclopaedia Judaica <br \/>Samson Raphael Hirsch: Grundlinien einer j\u00fcdischen Symbolik <br \/>(Gesammelte Schriften, vol.3, S. 213-448<\/p>\n<p><strong>Bibliography<\/strong><\/p>\n<p><em>Cohen, Noah J<\/em>.: Tsa`ar Ba`alei Hayim: The Prevention of Cruelty to <br \/>Animals &#8211; Its Bases, Development, and Legislation in Hebrew <br \/>Literature, New York, 1976 <br \/><em>Cohn-Sherbok, Dan<\/em>: Hope for the Animal Kingdom: A Jewish Vision, In: <br \/>Waldau, P., Kimberely, P.: A Communion of Subjects, New York 2006, S. 81-90 <br \/>Cohn-Sherbok, Dan, Linzey, Andrew: After Noah &#8211; Animals and the <br \/>Liberation of Theology, London 1997Moses Cordovero: The Palm Tree of Deborah (Tomer Deborah), Jerusalem 1993\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <em>R. Moses Cordovero:<\/em> Tomer Deborah &#8211; Der Palmbaum der Deborah <br \/>Eine mystische Ethik radikalen Erbarmens mit einer Einf\u00fchrung von <br \/>Klaus Sch\u00e4fer, Freiburg 2003<\/p>\n<p><em>Diamond, James A<\/em>.: Maimonides and the Hermeneutics of <br \/>Concealment Deciphering Scripture and Midrash in The Guide of the <br \/>Perplexed New York 2002 <br \/><em>Ganzfried, Rabbi Schelomo:<\/em> Kizzur Schulchan Aruch, Band I und II, <br \/>Basel 1969 <br \/><em>Gr\u00f6zinger, Karl Erich:<\/em> Von der mittelalterlichen Kabbala zum <br \/>Hasidismus -J\u00fcdisches Denken. 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Contrary to some statements it does not intend to abolish or endanger Jewish religious tradition but - on the contrary - is an effort to enforce the Jewish Halachic Animal Protection Laws (i.e. the Prohibition of Cruelty towards Animals Tza`ar Ba`alei Chayim) in the context of modern animal slaughtering.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <br \/>\u00a0<br \/>\u00a0<br \/>DIALREL - Encouraging Dialogue on Issues of Religious Slaughter<br \/>WPI. Religion, Legislation and Animal Welfare: Conflicting Standards <br \/>Religious Rules and requirements - Judaism <br \/>\u00a0<br \/>New Aspects of an Old Technique: <br \/>Ethical Dimensions of Jewish Slaughter (Shechita), <br \/>Animal Welfare and Stunning\u00a0 <br \/>\u00a0<br \/>Written by Dr. Hanna Rheinz<br \/>\u00a0<br \/>Introduction<br \/>Shechita, Jewish religious slaughtering,\u00a0 is a method of slaughtering that is regarded to be\u00a0 highly compatible with animal welfare standards;\u00a0 it is considered to be the most painless method of slaughtering- this at least is the way most Jewish people see shechita themselves. <br \/>How\u00a0 self assessment and public assessment differ concerning the question of animal welfare, show polls undertaken by the German veterinary association which suggest\u00a0 that a majority of the population considers Jewish slaughtering to be highly cruel towards animals (1). <br \/>As investigations suggest, slaughtering without stunning can lead to a considerable rise of stress and pain in animals and prolong the bleed (2). <br \/>The shedding of blood is the aesthetic configuration of an ethical problem that has not been resolved. To a certain extent the often one-sided\u00a0 blaming of the Jewish slaughtering method has been and still is a subterfuge transmitting negative feelings towards Judaism.\u00a0\u00a0 The controversies accompanying Jewish religious slaughter indicate\u00a0 not merely some aesthetic problem: In contrast to the modern attitude of ignoring death related issues, the fact of the actual shedding of blood is admitted in jewish tradition.\u00a0 It is not only due to Judaism`s \u201chonesty\u201d\u00a0 to admit that blood\u00a0 is shed when life is taken (3) -\u00a0 as confronted with rather \u201cdishonest\u201d, make believe-methods of\u00a0 dealing with slaughter and killing,\u00a0 namely those which\u00a0 pretend dying could be a painless and casual affair. Widespread defence mechanisms and avoidance strategies\u00a0 tend to\u00a0 play down\u00a0 the process of dying and evoke the illusion of a\u00a0 \u201cpainless\u201d slaughter.\u00a0\u00a0 <br \/>It is not only due to the \u201cprovocation\u201d of\u00a0 staying loyal to an old, some even say\u00a0\u00a0 \u201carchaic\u201d\u00a0 belief system in times that so obviously prefer\u00a0 enlightenment and scientific world views. <br \/>It is not only due to the vulnerability of most Jews in post-Shoah Europe, a vulnerability that seems yet to augment while the focus inexorably wanders from the generation of the survivors to the second, even third generation of their offspring.\u00a0 It is not even due to the desperate\u00a0 position of Jewish animal rights people in Germany\u00a0 finding themselves surrounded by a hostile gentile and jewish society. It has to be emphasized: There is much more to the controversies evoked by Jewish slaughter\u00a0 than one could think at the first glimpse. <br \/>\u00a0<br \/>\u00a0<br \/>Questions concerning Jewish Slaughter<br \/>The refusal to introduce\u00a0 stunning techniques before or after the slaughtering cut during Jewish religious Slaughtering (Shechita)\u00a0 is shared by the majority of jewish religious as well as official leaders (4).<br \/>In this document the attempt is undertaken:<br \/>1. To discuss the role of Animal Welfare in Jewish Religious Law (Halacha) including Slaughtering (Shechita)\u00a0 <br \/>2. To discuss\u00a0 possible objections concerning modifications in the jewish slaughtering procedures <br \/>3.\u00a0 To find an anwer to the question: Is Jewish slaughtering (Shechita) compatible\u00a0 with reversible pre- and post-cut stunning techniques? <br \/>Attempts are made to\u00a0 bridge the gap between contrasting positions; the one\u00a0 defending the traditional Jewish Slaughtering (Shechita) procedures without any changes, i.e\u00a0\u00a0 without adopting reversible stunning techniques and on the other side, positions that favor\u00a0 reversible stunning techniques as best adapted methods of slaughtering animals\u00a0 inside modern agri-industrial slaughtering factories. <br \/>The goal of all these endeavors is to find a common perspective that enables the different Jewish denominations to find\u00a0 acceptable interpretations and arguments\u00a0 that meet Jewish Law (Halacha) as well as\u00a0 Prohibition of Cruelty against animals (Tza`ar\u00a0 ba`alei chaim) and secular Animal Protection Legislation. <br \/>Discussing the different positions it will be proved, <br \/>a) that certain reversible stunning techniques can be regarded to be\u00a0 compatible with the precepts of Shechita as well as Kashrut. <br \/>b) that there seems to be no contradiction whatsoever between the exertion of reversible pre-\/ or post-cut stunning techniques (preferably pre-cut stunning, because\u00a0 post-cut stunning creates certain, time-related technical difficulties, that are not easily solved in industrialized abattoirs)\u00a0 and the observance of Jewish laws.<br \/>\u00a0<br \/>Ethical issues in Jewish Slaughter (Shechita) <br \/>and Dietary Laws (Kashrut)<br \/>\u00a0<br \/>The requirements of Jewish religious slaughter are discussed at length in the document by Ari Z. Zivotofsky (5). <br \/>However, there is a number of aspects that so far have not yet been described, aspects that might\u00a0 change the outlook on Jewish slaughter. <br \/>Shechita,\u00a0 slaughtering with a sharp knife\u00a0 is a central pillar of the religion and culture of Judaism. It is a widespread opinion that the abolition of the practice of Jewish slaughtering (Shechita) and of dietary laws (Kashrut), i.e. an abolition of the method to select and define the animals that are to be slaughtered and to select, dissect, eliminate,\u00a0 porge, and prepare\u00a0 the parts of the\u00a0 animals` flesh that are to be used for consumption, would bring about an end to Judaism at all. <br \/>Even slight changes and modification seem to be\u00a0 very threatening\u00a0 to Jewish identity. In spite of the tremendous sociopsychological effects even mentioning slight changes of Shechita effect on the feelings of Jewish people and their representatives, it is quite astonishing, that the discussion on issues\u00a0 of Kashrut and Shechita\u00a0 usually are restricted to a\u00a0 surface, technical outlook alone, whereas the spiritual meaning\u00a0 of slaughtering animals and following purity standards tend to be\u00a0 neglected. <br \/>The outcome is\u00a0 an imbalance, that in my opinion, contributes to the present difficulties\u00a0 to solve the clashes between the techniques and procedures of Shechita and the\u00a0 technologies of stunning animals in order to better fulfill and meet animal welfare requirements. <br \/>Too little reflection is taking place inside the Jewish community on the fact\u00a0 that industrialized lifestock breeding is not at all compatible with Jewish ethics\u00a0 as is described in the prohibition of cruelty towards animals (Tza`ar ba`alei chaim). Too little attention is directed to the fact, that Shechita today\u00a0 is accompanied by cruel and painful procedures like shackling and hoisting, fixation techniques, uses of diverse casting pens (Weinberg pen, Pennsylvania pen etc.), piecework,\u00a0 transportation, industrialized breeding; the effects of modern factory farming\u00a0\u00a0 are ignored by the rabbis and jewish officials and\u00a0 not acknowledged to be incompatible with the Jewish Law (Halacha). Efforts to inform the public via the\u00a0 Jewish Press very often lead to dead end situations (6)<br \/>\u00a0<br \/>Of uttermost importance for any discussion of slaughter is the fact that the killing of animals is a highly controversial and not at all clear issue in the Hebrew Bible. <br \/>Going back to the biblical\u00a0 sources, namely the description of the creation of the world, its animals and human beings,\u00a0 one finds two different versions of creation, one narrative\u00a0 which refers to\u00a0 a vegetarian world, another\u00a0 where the consumption of meat is taken into account. <br \/>The model of a carnivorous world\u00a0 is related\u00a0 to the statement,\u00a0 that mankind`s soul\u00a0 showed a yearning to eat meat. <br \/>This negative description of man`s desire to eat the flesh of animals, the necessity to\u00a0 kill in order to get the\u00a0 flesh of fellow living beings (nefesh chaja) is of uttermost importance for the\u00a0 commandments of slaughtering. <br \/>In the beginning, the Jewish method of slaughtering appeared to have been\u00a0 a compromise between\u00a0 two opposing moral positions. <br \/>Analyzing the two crucial text portions, the one allowing flesh eating, the other allowing killing, one detects a hidden warning that can be regarded as an underlying subtext, which still has to be transferred into the consciousness of those who use\u00a0 these biblical sources\u00a0\u00a0 as\u00a0 comfortable means to acquire\u00a0 legitimity for all kinds of killing and devouring\u00a0 acts.\u00a0 The texts proof\u00a0 how easy it\u00a0 seems to bridge the gap between the morality of God`s perfect creatures with the immorality of God`s excellent killers.<br \/>\u00a0<br \/>\u201cWhen the Lord thy God shall enlarge thy border, as he hath promised, and thou shalt say, I will eat flesh, because thy soul longeth to eat flesh; thou mayest eat flesh, whatsoever thy soul lusteth after.\u201d <br \/>(Deuteronomy. 12:20)<br \/>\u00a0<br \/>as supplemented by the following verse: <br \/>\u00a0<br \/>\u201cIf the place which the Lord thy God hath chosen to put his name there be too far from thee, as I have commanded thee, then thou shalt kill of thy herd and of thy flock, which the Lord has given thee, as I have commanded thee, and thou shalt eat in thy gates whatsoever thy soul lusteth after.\u201d\u00a0 <br \/>(Deuteronomy. 12:21)<br \/>\u00a0<br \/>Slaughtering was restricted to\u00a0 selected animals and specific animal individuals who don`t\u00a0 show disabilities and lesions. Jewish law\u00a0 permitted mammals, wild or domestic animals, provided\u00a0 they\u00a0 have split hooves and chew their cud and the fish which can be consumed need to have fins and scales (Leviticus 11:9-19). <br \/>Among the birds, no predators are allowed\u00a0 (Leviticus 11:3, 11:13-19).Shechita is not done neither on fish nor non-vertebrates. <br \/>\u00a0<br \/>The commandment of Shechita also refers to some non-vertebrates like few species of grass-hoppers which are considered to be kosher, but even though their consumption\u00a0 is kosher, i.e. permitted, they\u00a0\u00a0 are not part of the usual Jewish diet. The Torah enumerates the species permitted for Jewish consumption;\u00a0 the technical aspects of the Shechita procedure are\u00a0 described in Talmud tractate Chullin and in the Shulchan Aruch, Yoreh De`ah chapters 1-28. <br \/>Shechita is performed\u00a0 in one movement (without any corrective movements) using\u00a0 a chalaf, a sharp knife, that\u00a0 is sharpened regularly.\u00a0 If additional cuts are necessary or if the cut is done in the wrong area, the slaughtered animal is not considered to be kosher i.e. treife. <br \/>The slaughtering is \u201ckosher\u201d only when performed with the blessing: <br \/>\u201cBlessed are you, O Lord our God, King of the Universe, who has sanctified us with His commandments and has commanded us concerning Shechita.\u201d <br \/>\u201cThe shochet must be extremely pious and God-fearing. He must recite the blessing prior to the act of slaughter with deep concentration, and exercise the greatest care concerning every detail of the law involved. Thus he will redeem the soul within the animal and elevate it to the human level.\u201d (7)<br \/>\u00a0<br \/>The Shechita commandments show an effort to reduce the number of species allowed for food, and they reduce the variety of tissues and parts allowed. Certain fats and most importantly, blood is forbidden at all.\u00a0 <br \/>Anything that transfoms the animal into carcass makes it ritually impure and thus excludes it from being eaten. The status of kosher food is not compatible with any signs of the death process; animals who have been hunted, injured, harmed, or who are lifeless, dead, or unconscious are regarded to be neveilah, meaning carcass, i.e. impure. \u201cThe importance of death as a common denominator of the avoidance regulations in priestly traditions can also be seen, perhaps, in the blood prohibition (Leviticus 17:10-14), in the elimination of carnivores from the diet of ancient Israel, and in the abhorrence of pigs, which played a role in the Canaanite chthonic (underworld) worship. The purpose of the system, is to drive a wedge between the forces of death, which are impure, and the forces of life, which like God are holy.\u201d\u00a0 (8)<br \/>\u00a0<br \/>The distinction between kosher and treifah (not kosher) or neveila (carcass)\u00a0 seems to create obstacles against\u00a0 modifications of the slaughtering techniques. <br \/>Allowance to take life is intermingled with restrictions, so that there is a constant awareness and effort to meet the requirements of jewish slaughter and diet regulations. This creates a state of alert.\u00a0 The regulations can be overemphasized in a manner that serious health problems\u00a0 occur, like malnutrition due to a lack of vitamin intake; For example, some inhabitants of religious communities refrain from eating lettuce for the fear vermin might hide in the lettuce etc. <br \/>Besides the\u00a0 regulations there is another layer in the slaughter commandments. The slaughtered body is used as re-enactment and social memory. Slaughter and food become an element of worship. <br \/>Various narratives create a body of meaning: for example the story of the displaced tendon (gid ha nasheh). The shochet is expected to cut out\u00a0\u00a0 the \u201chip sinew\u201d. The sciatic nerve has to be removed, because it reminds Jacob`s fight with the Angel, who is considered to have been God`s messenger: Even though Jacob won the fight he ends up being lame, his tendon was moved from the place; however he\u00a0 gets his\u00a0 name of honor:\u00a0 \u201cIsrael\u201d, which marks the beginning of the myth of the holy and chosen people. <br \/>Each meat inspection\u00a0 can be seen in this broader perspective and becomes\u00a0 an act of communication between man and God by means of the animal`s dead\u00a0 body which by itself has been transformed and is the theatre\u00a0 of the\u00a0 re-enactment of an archaic struggle. <br \/>\u201cTherefore the children of Israel eat not of the sinew which shrank, which is upon the hollow of the thigh, unto this day: because he touched the hollow of Jacob`s thigh in the sinew that shrank.\u201d \u00a0<br \/>(Genesis 32:33) <br \/>As Jacob`s thigh was out of joint due to the Angel\u0301s stroke each slaughtered animal up to this day is dissected and the hip sinew\u00a0 is cut out. <br \/>These highly symbolical actions make changes very rare events.\u00a0 In the year\u00a0 1220, the\u00a0 rabbis decided to organize professional\u00a0 training of the slaughterers. Since then changes in the procedure were not recorded. There was no discussion when\u00a0 shackling and hoisting procedures were introduced in the year 1906 even though this meant a serious violation of tza`ar ba`alei chaim (9). <br \/>Changes are unnecessary when\u00a0 divine providence`s anticipatory forces are at work.\u00a0 As man is created in the image of God\u00a0 - be tzelem elohim (imitatio dei) -\u00a0 his perfection can be foreseen:\u00a0 \u201cThe natural order can be corrupted or set aright according to the deeds of humankind. For God never recants upon His word, or \u201cchanges His mind\u201d. However, He does add to His word in order to complete His purpose.\u201d (10).<br \/>The attempt to avoid the issue of stunning by pointing to the high standard of shechita (presuming it is as painless as possible) however does not convince any longer. The situation of animals\u00a0 deteriorated over the last decades. On the other hand,\u00a0\u00a0 the stunning techniques cannot\u00a0 be compared with the\u00a0 methods used in old times, when skulls were crushed with sledgehammers, animals\u00a0 were beaten to death, stabbed, strangulated etc. They provoked serious injuries. The shot with a metal bolt can also create carcass neveila. <br \/>This is not the case with reversible stunning by short-term electrical shock. This method does not affect\u00a0 the animal`s tissue or life functions. The animal will regain\u00a0 consciousness when not slaughtered. <br \/>\u201cCruelty\u00a0 would be contrary to the essential purpose of animal slaughter, which is to transform and perfect the animal spirit.\u00a0 Therefore, ritual slaughter itself must be an expression of kindness, compassion, and enlightenment. \u201cAnd you shall slaughter\u201d (Leviticus 1:5 means that you may do so only by the most humane method. (11) <br \/>\u00a0<br \/>\u00a0<br \/>The Prohibition of Cruelty towards Animals <br \/>Tza`ar Ba`alei chaim<br \/>\u00a0<br \/>Compared to the number of animal related narratives and legislations it is surprising to see, that animal related topics have not aroused more attention in Jewish thought. <br \/>Nevertheless animal based activities and regulations will probably regain more attention in the future. <br \/>Moses Maimonides mentioned\u00a0 the widespread uses of strategies of\u00a0 concealment in the Jewish texts\u00a0 and underlined the importance of interpretation which often consists in creating meaning. <br \/>\u201cMy purpose is that the truths be glimpsed and then again be concealed so as not to oppose that divine purpose which has conceaeld from the vulgar among the people those truths required for His apprehension.\u201d (12)<br \/>For the time being the clashes between the obvious and the hidden contradictions, like the situation of\u00a0 farm animals versus\u00a0 the goals of tza`ar ba`alei chaim are on the agenda. <br \/>As far as the rabbis refusal of stunning is concerned, the real question is not, if stunning is compatible with shechita or not, but if shechita is still compatible with Jewish ethics, namely the prohibition of cruelty against animals. Abraham Isaac Kooks warning is still unheard: \u201cThe regulations of slaughter, in special prescriptions, to reduce the pain of the animal, registers a reminder that we are not dealing with things outside the law, that they are not automatons devoid of life, but with living things.\u201d (13)<br \/>\u00a0<br \/>In contrast to the Christian interpretation of man-animal relationship, which was founded on the concept of dominion, control\u00a0 and exploitation, the attitude of the Hebrew bible and most of the talmudic and post-talmudic teachings\u00a0 is focused on bonding and interrelatedness of man and animal\u00a0 as the main characteristics of this relationship. <br \/>The Hebrew creator admonishes man to accept\u00a0 responsibility and stewardship towards the animals. Not subjugation and violence, but kinship and mercy are the most cherished\u00a0 attitudes. The relationship\u00a0 of man and animal is considered to be a parallel to the\u00a0 one between God and Israel, shepherd and flock. <br \/>\u00a0which is compared to the attitude of caring the shepherd feels towards his flock. \u201cExamination of the biblical, talmudic, and medieval jurisprudence concerning the lower creatures reflects a coherent system of humane legislation whose purpose is to defend the subhuman creation and to make humans more human.\u201d (14) <br \/>This ideal was not abolished when man received the permission to slaughter animals. On the contrary. The slaughtered animal was considered to be a living soul,\u00a0 nefesh chaja and a number of ethical principles were established that were expected to be the underlying matrix of the slaughtering procedures: <br \/>\u00a0<br \/>\u201cDo not cook a kid in its mothers`s milk.\u201d<br \/>(Exodus 23:19, 34:26; Deuteronomy 14:21) <br \/>\u00a0<br \/>\u201cWhen an ox, sheep, or goat is born, it should stay with its mother for seven days. From the eighth day on, it is acceptable as an offering by fire to God. However, no animal from the herd or flock can be slaughtered on the same day with its young.\u201d <br \/>\u00a0<br \/>\u201cDo not kill an animal together with its young:\u201d<br \/>(Leviticus 22:27-28)<br \/>\u00a0<br \/>\u201cWhether an ox or a sheep, you shall not slaughter a mother animal and her young on the same day.\u201d <br \/>(Leviticus 22:28)<br \/>\u00a0<br \/>\u201cIf you chance upon a bird`s nest in a tree or on the ground, and the nest has young birds or even eggs, and the mother is sitting with her young, do not take the mother together with her children. Let the mother go and take only the young - so that you may fare well and live a long life.\u201d <br \/>(Deuteronomy 22:6)<br \/>\u00a0<br \/>Besides slaughter-related commandments there are a number of rules how to treat the animals used for transportation, harvesting, and gerneral needs: <br \/>\u00a0<br \/>\u201cWhen you see your enemy`s donkey lying under its load and would like to leave it alone, you must nevertheless help it to get on its feet.\u201d <br \/>(Exodus 23:5) <br \/>\u00a0<br \/>\u201cDo not plow with an ox and a donkey together in the same yoke.\u201d <br \/>(Deuteronomy 22:10)<br \/>\u00a0<br \/>\u201cIf an animal falls into a ditch on the Sabbath, place pillows and bedding under it:\u201d<br \/>(Talmud Shabbat 128b)<br \/>\u00a0<br \/>\u201cNo person may buy a beast, an animal or a bird until that person has provided food for it.\u201d<br \/>(Jerusalem Talmud Yevamot 15:3)<br \/>\u00a0<br \/>\u201cJewish people must avoid plucking feathers from live geese, because it is cruel to do so.\u201d <br \/>(Code of Jewish Law, Even HaEzer, 5:14)<br \/>\u00a0<br \/>\u201cWhen animals lose their young, they suffer great pain. There is no difference between human pain and the pain of other living creatures.\u201d<br \/>(Maimonides, Guide for the Perplexed, 3:48)<br \/>\u00a0<br \/>\u201cIn the world to come, God will punish riders who wound their horses with spurs.\u201d <br \/>(Sefer Chassidim, para. 44)<br \/>\u00a0<br \/>\u00a0<br \/>The Role of Mercy towards animals as incitement of spiritual growth and humane development: <br \/>\u00a0<br \/>\u201cRabbi Judah HaNassi observed a calf as it was being led to the slaughterhouse. The calf broke away from the herd and hid itself under Rabbi Judah`s clothing, crying for mercy. But Judah pushed it away, saying, \u201cGo. This is your destiny.\u201d They said in Heaven, \u201cSince he showed no compassion, we will bring suffering to him.\u201d For many years after this act, Rabbi Judah suffered a series of painful illnesses. One day, Judah`s servant was sweeping the house. She was about to sweep away some young weasels which she found on the floor. \u201cLeave them alone,\u201d Judah said to his housekeeper. Subsequently they spoke of Judah this way in heaven, \u201cSince he has shown compassion to these rodents, we will be compassionate with him.\u201d and he was cured of his illness\u201d.<br \/>(Talmud Baba Metzia 85a)<br \/>\u00a0<br \/>\u201cA Tzaddik considers the needs of his animal.\u201d <br \/>(Proverbs 12:10)<br \/>\u00a0<br \/>\u201cCompassion should be extended to all creatures neither destroying nor despising any of them. For God`s wisdom is extended to all created things: minerals, plants, animals and humans. This is the reason the rabbis warned us against despising food. In this way, a person`s pity should be extended to all of the works of the Holy Blessed One, just as in God`s wisdom, nothing is to be despised. One should not uproot anything that grows unless it is necessary, nor kill any living thing unless it is necessary. Anyone should choose a good death for them with a knife that has been carefully examined, to have pity on them as much as possible.\u201d <br \/>(Moses Cordovero, The Palm Tree of Deborah) <br \/>\u00a0<br \/>\u201cRabbi Yudan ben Pazi taught: Just as the Holy One, blessed be He, has compassion for human beings, so does He have compassion for animals.\u201d <br \/>(Devarim Rabbah 6:1) <br \/>\u00a0<br \/>None of these commandments that are part of Jewish animal welfare laws\u00a0 are realized in factory and husbandry\u00a0 livestock breeding or science. All the more they show a concern for the animals` emotional being that is totally unknow and denied by animal breeders of today who regard the animal not as a feeling\u00a0 individual being with affectional ties to his or her herd, flock, parent, child,\u00a0 but as producing device and means to gain profit via products like meat, eggs, meat, leather, fur, organic tissues or organs\u00a0 for medical or cosmetic purposes in the cheapest, quickest and most effective way possible disregarding the needs and specific life interests of the animal subjects. <br \/>\u00a0<br \/>\u00a0<br \/>Kashrut: Spiritual dimensions of food <br \/>\u00a0<br \/>\u201cA man`s table is like the Altar.\u201d<br \/>(Chagigah 27a)<br \/>\u00a0<br \/>\u201cSince the destruction of the Holy Temple, a man`s table effects atonement for him.\u201d <br \/>(Berachos 55a)<br \/>\u00a0<br \/>The spiritual dimension of food, the impact of gaining food by killing and\u00a0 the fact\u00a0 that in the Torah vegetarianism was described as the first model of society, and therefore has to be considered as the first global vision of a perfect society that includes animals not as slaves to be exploited and destroyed, but\u00a0 as fellow living beings with a God-granted right to live their own lifes according to their specific and personal needs - supposedly is one of the best suppressed and distorted cultural legacies we know of. <br \/>Vegetarianism, here veganism,\u00a0 relates\u00a0 to the following passage of the Chumasch, the Five Books of Moses. <br \/>\u00a0<br \/>\u201cAnd the Lord said: Behold, I have given you every herb yielding seed that is upon the face of the Earth, and every tree in which is the fruit of a tree yielding seed - to you it shall be food. And to every animal of the Earth, and to every bird of the sky, and to everything that creeps upon the Earth that possesses a living soul, I have given every green herb for food. And it was so.\u201d <br \/>(Genesis 1:29-30)<br \/>\u00a0<br \/>The following\u00a0 passage shows a different outlook: <br \/>\u201cAnd God blessed Noah and his sons, and He said unto them: \u201cEvery moving thing that lives shall be food for you; as the green herb, I have given you everything. Only flesh with its living soul - its blood you shall not eat.\u201d <br \/>(Genesis 9:1-4)<br \/>\u00a0<br \/>Even more contradictions follow: <br \/>\u00a0<br \/>\u201cNotwithstanding thou mayest kill and eat flesh in all thy gates, whatsoever thy soul lusteth after, according to the blessing of the Lord thy God which he hath given thee: the unclean and the clean may eat thereof, as of the roebuck, and so of the hart. Only ye shall not eat the blood; ye shall pour it upon the earth as water.\u201d (Deuteronomy 12:15)<br \/>\u00a0<br \/>as listed above: (Deuteronomy 12:20)<br \/>\u00a0<br \/>In spite of the threats and warnings that follow, and which consist in reprimanding\u00a0 human beings to act according to their lust only and not to their potential of reasoning thereby not\u00a0 meeting the moral standard humans\u00a0 could\u00a0 be expected to\u00a0 share, human beings finally get the privilege to consume their fellow living beings. <br \/>The question arises\u00a0 - and in a strict sense this question still\u00a0 has not been fully and sufficiently\u00a0 answered: How can any living being\u00a0 be allowed to kill on a regular basis? How can anyone be allowed\u00a0 to practise killing and murdering\u00a0 as a day to day activity? <br \/>\u00a0<br \/>Hidden between the lines one can detect yet another question: <br \/>If the flesh, for flesh it is and not \u201cmeat\u201d as we prefer to say\u00a0 euphemistically - if the flesh of living beings which in many regards are considered to be superior to the human animal who has been,\u00a0 in comparison to the fowl in the sky, the beasts on earth and the fish in the sea, the later invention to complete the act of creation, this important question is, how can this one species, named offspring of earth, (ish ha adama) put his hands on his\u00a0 fellow beings, how can the one species be allowed to consume the other one? <br \/>\u00a0<br \/>This question, decribing a controversial issue, cannot be separated from the question how\u00a0 living beings technically are killed, murdered, sacrificed or slaughtered and how they are coping with the results of this continuous killing and dismantling and destroying which is called\u00a0 human history. <br \/>Even though to this day, the moral sense\u00a0 has not recovered from this early\u00a0 blow, namely the breaking of the commandment \u201cYou shall not kill\u201d -\u00a0 and still is not capable to deal with this innate contradicition, it is quite astonishing to see, that even killing issues, are not always as they seem to be: <br \/>\u201cIn both creation accounts, human specialness in relation to animals only emerges as a theme in so far as human responsibility is also explicitly accepted. At no point in either creation saga is human authority or power elevated in itself: always it is power or rather empowerment to do something, to perform God`s will, to care as God`s representative. All human authority on earth is delegated authority dependent upon conformity with God`s moral will. Moreover the autonomy of humankind is only affirmed in the context of mutuality and inter-relationship.\u201d (15) <br \/>\u00a0<br \/>Another damage to morality is happening here. Human history is described as a history of taking lives, as long as one`s own life is not taken. But\u00a0 an evolutionary jump is waiting for the deranged soul: it is encouraged to act on the basis of partnership towards\u00a0 his fellow being. The relationship between perpetrator and victim\u00a0 demands that the one takes care of the other`s best life -\u00a0 and death. An\u00a0 attitude that is part of the\u00a0 common fate. A fate, which\u00a0 perpetrator and victim share. The roles might change from time to time;\u00a0 the victim succeeds to change sides, but there is an equality between both of them, an equality in the face\u00a0 of time, disease and death which inevitably is waiting for both of them. <br \/>The interrelatedness\u00a0 claimed before does not make a halt when it comes to\u00a0 dying, on the contrary, it includes the death process, all the more when caused by a slaughterer putting his fellow animal to sleep, this merciful death, leaving neither \u201cflesh\u201d nor\u00a0 \u201cmeat\u201d, but a corpse. <br \/>Death is what all living souls share. Time, quickly elapsing, is the common fate which creates\u00a0 this underlying sense of solidarity between the living beings, which\u00a0 incites the hope of\u00a0 care, the hope an\u00a0 all\u00a0 encompassing mercy.<br \/>Mutual care is\u00a0 asked for on\u00a0 many occasions. It is regarded to be the basis of man`s attitude, encompassing\u00a0 all his actions towards his fellow beings. <br \/>Mercy does not come alone. It is accompanied by the expectation that everything is done to make dying easier and less painful. This is what is prescribed. This is what Tza`ar ba`alei chaim \u00a0is about: the willingness to try everything\u00a0 to make it easier, by all means, granted not by pity, but by law, even to the animals, our fellow beings.<br \/>There is no doubt, stunning, reversible stunning that does not provoke lesions and wounds, and would not by itself kill the animal, was not known when the commandments of tza`ar ba`alei chaim were invented. <br \/>Shechita is the method of slaughtering which for centuries has been practised by Jews outside the Temple and its\u00a0 offerings - in a worldly fashion and for the purpose of meat consumption - , but it still evokes its` original context, the sacrificial slaughtering practised by the Priests (Kohanim) in the Temple. Animal sacrifice was abolished after the Destruction of Second Temple.<br \/>What still remains however is the aspect of communication: both in Temple and in the post Temple era,\u00a0 animal slaughter fulfills the task of communication. Whereas the sacrificial animal used to be a medium of communication leading from the tribe of Israel -\u00a0 via Priesthood\u00a0 - to God, the slaughter animal is a communicative device between different forms of spirituality:<br \/>a) concerning the aspect of getting pure food with its influence to a better, refined jewish life <br \/>b) concerning the aspect of spiritual refinement and by setting free the soul of the animal. <br \/>\u00a0<br \/>\u00a0<br \/>\u00a0<br \/>Stunning and the spiritual dimensions of animal slaughter <br \/>\u00a0<br \/>\u201cFor your sake, we are slaughtered all the day.\u201d<br \/>(Psalms 44:23) <br \/>Considering the promotion of\u00a0 kindness towards animals in the Jewish texts it is difficult to understand, why ethical considerations for\u00a0 animal protection are so seldomly applied to the present conditions of\u00a0 everyday life and beyond, namely when the conditions in\u00a0 animal factories are concerned. While the praise of Europe`s\u00a0 \u201cJudaeo-Christian legacy\u201d is part of\u00a0 public rhetoric,\u00a0 there is little understanding of what this really means practically, especially when it comes to the\u00a0 treatment and uses of those animals out of sight, who live behind the walls of the huge production units. The gap between the high standards of (Jewish) animal welfare law and the deplorable conditions in reality show a lack of credibility of all those decision makers and religious and political leaders who like to\u00a0 refer to the occidental ethical values system. <br \/>The lack of credibility is all the more painful when one deals with experts of and representatives of this the ethical system; teachers, rabbis, officials. Without really knowing what is at stake, they share the objections towards adopting stunning techniques, and even relate to the right of religious freedom, whithout knowing, that judaism`s animal ehtics is more radical than they would expect. <br \/>\u00a0<br \/>First of all, there is litte, if no understanding, that stunning might make shechita more authentic to what it originally meant to be: the most painless method of slaughtering possible. There show no effort, to be aware of what Judaism`s animal protection`s\u00a0 governing principle\u00a0 used to be: protecting the feelings of\u00a0 suffering creatures.\u00a0 Creatures in pain and distress. Helpless creatures crying\u00a0 for help.<br \/>\u00a0<br \/>The immutability towards what really happens with the animals reflects the condition of the heart: it is indifference that prevails when public interest and public concern lack. <br \/>Due to this state of affairs, it\u00a0 is necessary to translate the commandments into the language of present day society, despite the fact, that\u00a0 it is much easier to listen to the descriptions given which describe the\u00a0 world of pastoral scenes with lambs getting lost and being found again, or camels being watered. It is important to start\u00a0\u00a0 asking where the chicken live or the calves\u00a0 and how they are put to death. <br \/>Even the most immutable rabbi will give his consent when some talmudic engineer\u00a0 invents\u00a0 a device that makes things better and life more comfortable while still meeting the shabbat regulations; the same rabbi might not\u00a0 even listen, when the suffering of some animal is mentioned.\u00a0 <br \/>But animal welfare is an issue that is related to the center of the jewish world. And it\u00a0 should not be discarded. <br \/>There are reasons for this attitude of indifference towards the animal lives. To live in the vicinity of the world`s most atrocious crime makes it easier to overlook and belittle the normal pain of the beings alive. The success of the Nazis was a success in the realm of the evil, whose chapters\u00a0 are disdain for all the little people with their little survival sorrows, who are not spectacular\u00a0 enough to make it into the evening news. <br \/>Reasons of the present neglect of animal welfare issues in Jewish communities: <br \/>1. The most obvious reason why rabbis and Shechita experts refrain from giving some thoughts to the bettering of the animal`s living and dying situation is, they assume to be already in the possession of the best possible, most painless and effective\u00a0 method. <br \/>\u00a0<br \/>2. They do not allow reversible short term electrical stunning in order\u00a0 to prevent spoiling the meat (making it neveila).<br \/>\u00a0<br \/>3. They fear stunning could provoke changes in the animals mental condition which they cannot control. This fear of lacking control, the control of the dying process turns out to be the most important reason not to permit stunning techniques. <br \/>But why should this issue of losing control be so important? <br \/>\u00a0<br \/>Slaughter, as has been stated in the beginning of this essay\u00a0 has more to it than one would expect. And this \u201cmore\u201d refers to a theme that usually is not mentioned when the issue\u00a0 of religious slaughter is presented. This topic\u00a0 certainly does not appear in the compendiums about religious slaughter one is used to. <br \/>This lack of reference however does not mean that it is less important. On the contrary:\u00a0 The fact that one does not usually speak about the influence of this topic on not permitting stunning techniques does not mean that it\u00a0 is not a decisive factor. <br \/>We are talking about reincarnation (gilgul) and its influence on the permission or prohibition\u00a0 of stunning. <br \/>\u00a0<br \/>Reincarnation appears to be a rather obscure topic that seems by far to go beyond the scope. <br \/>But it is a quite\u00a0 important topic\u00a0 in jewish literature. It refers to the spiritual role of religious slaughtering and the role it is expected to plays as far as the conveyance of reincarnation from one existence to the next is concerned. <br \/>The question is, does stunning obstruct the free floating, the free wanderings of the jewish soul which\u00a0 is waiting inside the animal body to be redeemed? <br \/>It was very surprising to discover how important the concept of reincarnation is when it comes to understanding jewish slaughtering issues.<br \/>There is a widespread belief among the rabbis that animals contain the souls of reincarnated jewish people. <br \/>\u00a0<br \/>The atrocities of slaughtering and death\u00a0 get a lot easier when one assumes there might be something good coming out from the cruel act of taking another living being`s life. <br \/>Slaughtering turns out to become an act of liberation and the question arises: <br \/>Can a reincarnated soul that is about to be slaughtered be harmed when the animal is stunned? <br \/>\u00a0<br \/>\u00a0<br \/>Soul Food: The wanderings of the souls\u00a0 into <br \/>new lives and back <br \/>\u00a0<br \/>\u201cAccording to the Kabbalists, most animals today possess reincarnated human souls. Therefore, from this standpoint we must view these ill-fated creatures as we would our fellow human beings - even while rejecting the doctrine of moral equivalence of all species.\u201d (16)<br \/>It is a very surprising fact to find reincarnation as a main obstacle that prevents changes in the slaughtering technique i.e. the adopting of stunning techniques: \u201cThe purpose of Shechita is to elevate the soul of an animal to the human level. At first, the soul was garbed within an animal that lacked higher intellect and had no conception of God. Now it may ascend to the status of a human being, to whom it may be revealed and made known that \u201cthere is a God who rules the Earth\u201d. The main ascent of the soul consists in attaining the human level, so that the soul may come to know God. When understood in this light, Shechita is an act of compassion.\u201d (17)<br \/>\u00a0<br \/>The influence of reincarnation theory which\u00a0 are part of the mystical tradition\u00a0 of Judaism\u00a0 in\u00a0 areas as profane as\u00a0 slaughter, is overwhelming, but somehow expected, because slaughter is the most transformative phenomenon in the area of death and dying which shows spiritual challenges not found anywhere else. <br \/>Most of the chassidic literature concerning slaughter deals with\u00a0 souls encapsulated in an animal body, jewish souls that desperately wait for the Shochet (Slaughterer) to set them free so they get another\u00a0 chance to continue their long march through the chain of beings. <br \/>\u00a0<br \/>\u00a0<br \/>Conclusion<br \/>In cases where the law does not clarify, but obscurs a problem, it is permitted to look for a consensus that meets the common sense.\u00a0 This is what the\u00a0 German Jewish scholar\u00a0 Samson Raphael Hirsch recommended. \u201cEvery halakhah that is unclear in the beth din (court) and you do not know its nature, go and see how the community conducts itself and conduct yourself accordingly.\u201d<br \/>This position is also expressed\u00a0 in the Babylonian Talmud: \u201cGo and see how the public is accustomed to act\u201d (Ber. 45a) and the famous teacher Hillel said: \u201cLeave it to Israel; if they are not prophets, they are the children of prophets\u201d (Pes. 66a).\u00a0 <br \/>Hirsch`s\u00a0 classification of the commandments put emphasis on the unifying aspects of jewish legislation. Besides all its differentiated and sophisticated love for detail (pilpulim)\u00a0 it is erected on a basis, that is not to be disputed, namely: Justice, love, and the education of ourselves and others.\u201d\u00a0 (18)<br \/>Accordingly Jewish animal protection law\u00a0 is compatible with stunning techniques. The Prohibition of Cruelty towards animals (Tza`ar ba`alei chaim) explicitly demands to use the mildest, most painless and shortest method of slaughtering possible.\u00a0 <br \/>Technological advances that are happily used in other areas of Jewish life, like the shabbat technology that allows the uses of electrical devices even on Shabbat, cannot be omitted when it comes to advancing the conditions of animal lives and taking care of their well being in this last stage of their life. <br \/>\u00a0<br \/>Annotations<br \/>\u00a0<br \/>(1) Bundestier\u00e4rztekammer Brief vom 7.5.2007 zum Religi\u00f6s begr\u00fcndeten bet\u00e4ubungslosen Schlachten<br \/>www.bundestieraerztekammer.de<br \/>(2) Wenzlawowiczs, Martin von, Holleben, Karen von: Tierschutz bei der bet\u00e4ubungslosen Schlachtung aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden, bsi Schwarzenbek 2007 <br \/>(3) Rheinz, H.:\u00a0 Grausames Sch\u00e4chten vs humanes Schlachten? Pl\u00e4doyer wider die Leichtigkeit des T\u00f6tens, In: Das J\u00fcdische Echo. Zeitschrift f\u00fcr Kultur und Politik (2002), S. 59-63 unter www.tierimjudentum.de <br \/>(4) Overview in: Levinger, I.M.: Shechita in the Light of the Year 2000, Jerusalem 1999 <br \/>(5) Zichotofsky, Ari Z.: Unpublished Paper for DIALREL - Encouraging Dialogue on Issues of Religious Slaugher, Berlin 2008 <br \/>(6) Rheinz:\u00a0 Open Letter to the President of the Jewish Communities in Germany on behalf of Jewish Slaughtering\u00a0 In: Neues Deutschland, 21.7. 2008 unter www.neues-deutschland.de and J\u00fcdische Allgemeine Wochenzeitung vom 17. 7.2008,\u00a0 sowie www.hagalil.com\u00a0 This Open letter was not answered. <br \/>(7) Rabbi Nosson Sternhartz in: Sears, The Vision of Eden, S. 287<br \/>(8) Klawans, In: Waldau, P., Kimberely, P.: A Communion of Subjects, New York 2006 S. 67<br \/>(9) Kalechofsky, R: S. 97 <br \/>(10) R. Shaul HaLevi Morteira, in Sears S. 334<br \/>(11) Sears, S. 237 <br \/>(12) Moses ben Maimon: The Guide of the Perplexed S. 7<br \/>(13) Kook, Abraham Isaac: Fragments of Light: A View to the Reasons for the Commandments, In: The Lights of Penitence S. 317<br \/>(14) Cohen, N.: Tsa`ar Ba`alei Hayim: The Prevention of Cruelty to Animals,\u00a0 S. 21<br \/>(15) Linzey, Cohn-Sherbok: After Noah S. 21<br \/>(16) Sears, S. 139 <br \/>(17) ibid. S. 289<br \/>(18) TJ, Pe `ah 7:5 in Encyclopaedia Judaica <br \/>Samson Raphael Hirsch: Grundlinien einer j\u00fcdischen Symbolik (Gesammelte Schriften, vol.3, S. 213-448<br \/>\u00a0<br \/>Bibliography <br \/>Cohen, Noah J.: Tsa`ar Ba`alei Hayim: The Prevention of Cruelty to Animals - Its Bases, Development, and Legislation in Hebrew Literature, New York, 1976 <br \/>Cohn-Sherbok, Dan: Hope for the Animal Kingdom: A Jewish Vision, In:\u00a0 Waldau, P., Kimberely, P.: A Communion of Subjects, New York 2006, S. 81-90<br \/>Cohn-Sherbok, Dan, Linzey, Andrew: After Noah - Animals and the Liberation of Theology, London 1997 <br \/>Moses Cordovero: The Palm Tree of Deborah (Tomer Deborah), Jerusalem 1993<br \/>R. Moses Cordovero: Tomer Deborah - Der Palmbaum der Deborah Eine mystische Ethik radikalen Erbarmens mit einer Einf\u00fchrung von Klaus Sch\u00e4fer,\u00a0 Freiburg 2003 <br \/>Diamond, James A.: Maimonides and the Hermeneutics of Concealment Deciphering Scripture and Midrash in The Guide of the Perplexed\u00a0 New York 2002<br \/>Ganzfried, Rabbi Schelomo: Kizzur Schulchan Aruch, Band I und II,\u00a0 Basel 1969<br \/>Gr\u00f6zinger, Karl Erich: Von der mittelalterlichen Kabbala zum Hasidismus\u00a0 -J\u00fcdisches Denken. Theologie - Philosophie- Mystik; Band 2, Frankfurt am Main 2005<br \/>Kalechofsky, Roberta: Hierarchy, Kinship, and Responsibility - The Jewish Relationship to The Animal World In: Waldau, P., Kimberely, P.: A Communion of Subjects, New York 2006, S. 91-99 <br \/>Klawans, Jonathan: Sacrifice in Ancient Israel, S. 67 <br \/>In: Waldau, P., Kimberely, P.: A Communion of Subjects - Animals in Religion, Science, &amp; Ethics,\u00a0 New York 2006, S. 65-80<br \/>Kook, Rabbi Avraham Yitzchak HaKohen:\u00a0 The Lights of Penitence, The Moral Principles, Lights of Holiness, Essays, Letters, and Poems, trans.. Bokser, Ben Zion, New Jersey 1978<br \/>Levinger, Rabbi I. M.: Shechita in the Light of the Year 2000, Jerusalem 1999<br \/>Die\u00a0 Mischna, herausgegeben von Krupp, Michael:\u00a0 Sch\u00e4digungen,\u00a0 Seder Neziqin, Frankfurt 2008<br \/>Maimonides, Rabbi Moses ben Maimon: <br \/>F\u00fchrer der Unschl\u00fcssigen, Band I und II,\u00a0 Hamburg 1962 <br \/>Regenstein, Lewis G.: Replenish the Earth, New York 1991<br \/>Rheinz, Hanna: \u201cUnd schont die Seele des Tieres\u201d\u00a0 - Tier und Tierschutz im Judentum, In: Schmidt, Wolf-R\u00fcdiger, et al.:\u00a0 Geliebte und andere Tiere im Judentum, Christentum und Islam, G\u00fctersloh, 1996 S. 65-92 <br \/>Rheinz, Hanna: Grausames Sch\u00e4chten vs humanes Schlachten? Pl\u00e4doyer wider die Leichtigkeit des T\u00f6tens, In: Das J\u00fcdische Echo. Zeitschrift f\u00fcr Kultur und Politik (2002), S. 59-63<br \/>available at: www.tierimjudentum.de<br \/>Rheinz, Hanna: Kabbala der Tiere, Tierrechte im Judentum und warum sie bis zum heutigen Tag kollektive Abwehr ausl\u00f6sen<br \/>In: Interdisziplin\u00e4re Arbeitsgemeinschaft Tierethik (Hg.): Tierrechte - Eine interdisziplin\u00e4re Herausforderung, Erlangen 2007<br \/>Schochet, Elijah Judah: Animal Life in Jewish Tradition: Attitudes and Relationships, New York 1984<br \/>Schwartz, Richard H.: Judaism and Vegetarianism, New York 2001<br \/>Sears, David: The Vision of Eden - Animal Welfare and Vegetarianism in Jewish Law and Mysticism, Spring Valley 2003<br \/>Sefer Jezira, Buch der Sch\u00f6pfung, \u00fcbersetzt von Klaus Herrmann, Frankfurt 2008<br \/>Der Babylonische Talmud, \u00fcbersetzt von Lazarus Goldschmidt, Band XI, Frankfurt 1996 <br \/>Tishby, Isaiah: The Wisdom of the Zohar, Band I-III, Jerusalem 2002<br \/>Vischer, Lukas, and Birch, Charles: Living with the animals - The Community of God`s Creatures, Geneva 1997 <br \/>Waldau, P., Kimberely, P.: A Communion of Subjects - Animals in Religion, Science, &amp; Ethics New York 2006<br \/>Waskow, Arthur (ed): Torah of the Earth, Vol. I and II - Exploring 4.000 years of ecology in Jewish thought, Woodstock 2000<br \/>\u00a0<br \/><strong>Copyright: <\/strong><br \/><strong>Dr. Hanna Rheinz VG-WORT<\/strong><br \/><strong>\u00a0<\/strong><br \/><strong>Kontakt:<\/strong><br \/><strong>email\u00a0 Hanna-Rheinz@posteo.de<\/strong><br \/><br \/><strong>WEB<\/strong><br \/><strong>http:\/\/tierimjudentum.de<\/strong><br \/><strong>http:\/\/trialog4animals.eu<\/strong><br \/><strong>http:\/\/animalyz.com<\/strong><\/pre>\n<p>REAKTIONEN<\/p>\n<p>\u00dcber Schlachtverfahren zu reden ist eine heikle Angelegenheit. Konflikte sind programmiert. Die Diskussion wird emotional und manchmal auch unfair gef\u00fchrt.\u00a0 Ich erinnere mich an eine Veranstaltung im Deutschen Bundestag in Berlin, zu der ich als Expertin eingeladen worden war. In einem Ausschu\u00df wurden Fragen des rituellen, bet\u00e4ubungslosen Schlachtens er\u00f6rtert.<\/p>\n<p>Warum war es \u00fcberhaupt n\u00f6tig, rituelles Schlachten und Tierschutzfragen\u00a0 zu er\u00f6rtern?<\/p>\n<p>W\u00e4hrend in der Vergangenheit das Schlachten nach j\u00fcdischem Ritus statistisch betrachtet eine quantit\u00e9 negligeable war, ist durch den weltweiten Anstieg des Schlachtens nach muslimischem Ritus, das auch Laien ohne Ausbildung das Schlachten von Tieren erlaubt, nicht nur die Produktion und der Verkauf von Halalfleisch explodiert;\u00a0 weltweit kam es zu einem milliardenfachen Anstieg des Tierleids und der Tierqu\u00e4lereien. Sch\u00e4chtverbote schienen die logische Konsequenz aus diesem Wildwuchs an Schlachtaktivit\u00e4ten unter den Vorzeichen der Religionsaus\u00fcbung.<\/p>\n<p>Experten waren daher von einem\u00a0 Ausschu\u00df des Bundestages eingeladen worden, um religi\u00f6se Schlachtmethoden und deren L\u00f6sungen unter dem Aspekt der Tierschutzgesetzgebung\u00a0 zu diskutieren. Nach der wissenschaftlichen Darstellung der physiologischen Unterschiede zwischen konventionellem und religi\u00f6sem Schlachten war ich an der Reihe. Mein Beitrag war die Frage, wie rituelles\u00a0 Schlachten nach j\u00fcdischem Ritus mit den Erfordernissen der staatlichen Tierschutzgesetze in Einklang gebracht werden k\u00f6nnen. Ich veranschaulichte dies an Modellen, die von j\u00fcdischen Gemeinden in \u00dcbersee akzeptiert und praktiziert worden waren.<\/p>\n<p>Ohne auf meine Argumente einzugehen, stand ein ebenfalls eingeladener Rabbiner auf und hielt ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr die traditionelle Schechita, die sich am Modell des vorindustriellen rituellen Schlachtens orientierte und die Realit\u00e4ten in den heutigen industriellen\u00a0 Schlachtanlagen au\u00dfer acht lie\u00df.<\/p>\n<p>Nicht Tierschutz, sondern die dramatischen Leidensgeschichten der Millionen Opfer des Holocaust standen im Raum. Die Antisch\u00e4chtgesetze der Nationalsozialisten waren der Anfang der Entrechtung, Verfolgung und Ermordung von Millionen Juden in Europa.\u00a0 Der Rabbiner\u00a0 beendete seine Ausf\u00fchrungen mit einer Drohung. Wenn der Deutsche Bundestag auch nur ein Jota an der unter die Religionsfreiheit fallenden\u00a0 Erlaubnis zum rituellen Schlachten f\u00fcr Religionsgemeinschaften \u00e4ndere, werde er in einer weltweiten internationalen Aktion alle in Deutschland lebenden Juden dazu auffordern,\u00a0 die Bundesrepublik Deutschland zu verlassen.<\/p>\n<p>Die anwesenden Politiker hielten den Atem an. Ihre Panik um Ansehen und Karriere waren greifbar. Sie f\u00fcrchteten nicht nur um die Reputation der\u00a0 Nation, sondern auch um ihre eigenen Karrieren.<\/p>\n<p>Was war geschehen?<br \/>Die vom Bundestag eingeladenen Experten hatten mit gro\u00dfem Engagement vorgetragen, wie moderner Tierschutz als Verfassungsziel und religi\u00f6se Traditionen miteinander in Einklang gebracht werden k\u00f6nnten.<br \/>Nach der Veranstaltung erfuhren sie von den Politikern, da\u00df es keine Ver\u00e4nderungen geben werde. Zu gro\u00df sei der Druck auf die Politiker und deren Rechtsvertreter\u00a0 durch die Repr\u00e4sentanten der Religionsgemeinschaften.<\/p>\n<p>NICHT TIERSCHUTZ IST DIE AGENDA, SONDERN MACHTERHALT.<br \/>Es geht nicht um Tierschutz,\u00a0 es geht um Machtpositionen und da\u00df sie nicht aufgegeben werden d\u00fcrfen.<br \/>Nicht in Deutschland, dem Land, in dem Millionen Juden, Behinderte, ethnische und sexuelle Minderheiten, ausgegrenzt, verfolgt, und ermordet wurden mittels perfekt organisierten industriellen T\u00f6tungsmethoden.<\/p>\n<p>Der Rabbiner f\u00fchrte aus, da\u00df \u00c4nderungen im Sch\u00e4chtprocedere auch international als Einknicken vor den Sch\u00e4chtverboten der Nationalsozialisten verstanden werden w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Die Experten waren angeh\u00f6rt worden, ohne da\u00df ihren Worte irgendein Gewicht beigemessen wurde.<\/p>\n<p>DAS ARGUMENT &#8222;SELBST, WENN &#8230;&#8220;<\/p>\n<p>Da\u00df sich die Rabbiner durchaus bewu\u00dft sind, mit dieser machtpolitischen Strategie die j\u00fcdische Tierschutztradition zu unterlaufen,\u00a0 machte die Deutsche Rabbinerkonferenz wenige Jahre sp\u00e4ter deutlich: Vorausgegangen war ein Sch\u00e4chtverbot in Polen. Ziel war es, dieses Verbot zu kippen.<\/p>\n<p>Die Rabbiner der Orthodoxen Rabbinerkonferenz betonten ihren polnischen Gespr\u00e4chspartnern gegen\u00fcber, &#8222;dass gerade der Tierschutz im Judentum einen enorm hohen Stellenwert hat&#8220;.<\/p>\n<p>Und sie betonen noch etwas anderes:<\/p>\n<p>&#8222;Dass, selbst wenn man Schechita bez\u00fcglich des Tierschutzes f\u00fcr bedenklich hielte, so doch das Recht auf freie Religionsaus\u00fcbung vorrangig behandelt werden muss.&#8220;<br \/>(Quelle: ORD-MAGAZIN &#8211; Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland 2013-09)<\/p>\n<p>Ein &#8222;Aus&#8220; f\u00fcr alle Reformen\u00a0 des rituellen Schlachten im Sinne des Tierschutzes?<\/p>\n<p>Wie es auch nach diesem Urteil weiter ging, lesen Sie\u00a0 unter &#8222;DAS URTEIL&#8220;.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DIALREL: Encouraging Dialogue on Issues of Religious Slaughter Religion, Legislation and Animal Welfare: Conflicting Standards, Religious Rules and requirements &#8211; Judaism Neue Aspekte einer alten Technik: Ethische Dimensionen des j\u00fcdischen Schlachtens (Schechita) Tierschutz und Bet\u00e4ubungsmethoden, Vortrag von Dr. Hanna Rheinz Vorbemerkung: Die Diskussion \u00fcber die Methoden der j\u00fcdischen Schlachtung (Schechita) ist &#8211; anders als dies &hellip; <a href=\"https:\/\/tierimjudentum.de\/?page_id=122\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">REIZTHEMA &#8222;SCH\u00c4CHTEN&#8220; &#8211; GUTACHTEN Deutsch\/ English: J\u00fcdisches Tierrecht zwischen Anspruch und Wirklichkeit<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tierimjudentum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/122"}],"collection":[{"href":"https:\/\/tierimjudentum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/tierimjudentum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tierimjudentum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tierimjudentum.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=122"}],"version-history":[{"count":28,"href":"https:\/\/tierimjudentum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/122\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":230,"href":"https:\/\/tierimjudentum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/122\/revisions\/230"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tierimjudentum.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=122"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}